Zwei Klassen der Region auf dem Podest

Die Hans-Huber-Stiftung hat zum zwölften Mal den Internet-Berufswahlwettbewerb «Traumlehre» ausgeschrieben. Die Grabser Realschüler von Marco Wicki erreichten den dritten Rang, auf dem zweiten Platz landete die Nesslauer Realklasse von Lukas Heim.

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Blick in den Unterricht der prämierten Grabser Schulklasse.

Blick in den Unterricht der prämierten Grabser Schulklasse.

GRABS/NESSLAU. Realschüler vergleichen Erfahrungen von Berufsleuten, lautete der Auftrag des Wettbewerbes «Traumlehre» Dieses Jahr erreichten die Grabser Realschüler von Lehrer Marco Wicki den dritten Rang. Das Projekt trägt den Titel «Berufe gestern – heute» und beinhaltet Videos mit Stimmen von Personen unterschiedlichen Alters, jedoch desselben Berufs, zu ihrer tagtäglichen Arbeit und deren Veränderungen.

Ziel des Traumlehre-Wettbewerbs der Hans-Huber-Stiftung ist es, Jugendliche im Zusammenhang mit der Berufswahl zu motivieren, sich vertieft mit der Berufslehre als Grundausbildung, aber auch mit deren attraktiven Karrieremöglichkeiten auseinanderzusetzen. Dafür wurden Schülerinnen und Schüler aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell sowie dem Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg aufgerufen, im Wettstreit mit anderen Gruppen einen Beitrag zum Thema «Traumlehre» zu gestalten.

Lehrling, Fachperson, Pensionär

Im Rahmen des Wahlfaches Informatik haben sich die Schülerinnen und Schüler der dritten Real Grabs mit einem Beruf filmisch auseinandergesetzt. «Die Aufgabe bestand darin, einen Beruf auszuwählen und drei Personen, welche die entsprechende Lehre absolviert haben, sich nun aber in unterschiedlichen Lebensphasen befinden, zu interviewen», sagt Lehrer Marco Wicki. So wurden Lehrlinge, Fachpersonen und Pensionäre, die den gleichen Beruf ausüben, gesucht. Die Schülerinnen und Schüler stellten den drei Berufsleuten jeweils die gleichen Fragen zu ihrer Ausbildung und ihrer Karriere. «Anschliessend wurden die Filmaufnahmen so verarbeitet, dass eine Frage jeweils direkt von den drei Berufsleuten beantwortet wurde», sagt Wicki.

Laut dem Oberstufenlehrer sei die grösste Herausforderung gewesen, geeignete Personen zu finden. «Jemand, der sich filmen lässt und damit einverstanden ist, dass das Video ins Netz gestellt wird, war nicht einfach aufzutreiben», sagt Klassenlehrer Wicki, «insbesondere Pensionäre der jeweiligen Berufe zu finden, war eine echte Herausforderung.» Es habe jedoch gut geklappt, die Videos zu erstellen und die Interviews vorzubereiten.

Erster Kontakt zur Berufswelt

Grund für die Teilnahme am Wettbewerb der Hans-Huber-Stiftung war gemäss Wicki die Umsetzung eines sinnvollen und lehrreichen Projekts. «Auch die Aussicht auf das Preisgeld motivierte uns. Dieses können wir für die Finanzierung unserer Schlussreise gebrauchen.» Die Schülerinnen und Schüler hätten von der Zusammenarbeit in der Klasse und von ersten Kontakten zur Berufswelt profitiert. «Ausserdem war das Ansprechen von Leuten der Berufswelt oder gar künftiger Lehrbetriebe wichtig für die Schüler», sagt Wicki. Er ist sehr zufrieden mit dem Projekt und den Klassen.

Erwartungen der Lehrmeister

«Was erwarten die Lehrmeister und Lehrmeisterinnen von den Schnupperstiften? Diese Frage wollten wir beantworten», sagt Oberstufenlehrer Lukas Heim von der Realschule Nesslau. Die Schüler interviewten zu diesem Zweck verschiedene Lehrmeister in Dreierteams: eine Person filmte, eine zweite schaute für die richtige Beleuchtung und eine dritte stellte die Fragen. Danach wurde der Film zusammengeschnitten. Eine weitere Produktion der Klassen war ein Leitfaden für Schüler, um gezielt ans Kennenlernen der Berufswelt herangehen zu können. «Ich hoffe, dass dieser Leitfaden auch an unserem Oberstufenzentrum in Nesslau angewendet wird und wertvolle Unterstützung liefert», sagt Heim. (pd)

Das Grabser Projekt findet man unter beruf-gestern-heute.jimdo.com Das Nesslauer Projekt findet man unter www.oz-nesslau.ch/web_schnuppern/schnuppern_ home_16.html

Die Freude ist gross: Die ausgezeichnete Schulklasse aus Nesslau. (Bilder: pd)

Die Freude ist gross: Die ausgezeichnete Schulklasse aus Nesslau. (Bilder: pd)

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