Zwei Jahrzehnte Wildhauser Talente

Etablierte Künstler und Kunstschaffende zeigen ihre Werke gemeinsam mit dem Nachwuchs: Die «Wildhauser Talente» haben zum 20jährigen Bestehen dem Nachwuchs eine Plattform gegeben. Rund 90 Kinder stellen im Chuchitobel aus.

Adi Lippuner
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Selma freut sich über ihren Button. Betreut wird der Stand von Barbara und Katharina (von links). (Bilder: Adi Lippuner)

Selma freut sich über ihren Button. Betreut wird der Stand von Barbara und Katharina (von links). (Bilder: Adi Lippuner)

WILDHAUS. Seit 20 Jahren gehört es in Wildhaus zur lieb gewordenen Tradition, dass Vereinsmitglieder der «Wildhauser Talente» und Gastaussteller ihre Erzeugnisse aus den verschiedensten Bereichen im «Chuchitobel» der Öffentlichkeit zeigen.

Dieses Jahr sind auch gegen 90 Werke von Kindern dabei. Diese sind im Foyer ausgestellt und können vom Publikum bewertet werden. Die Prämierung erfolgt heute Samstag um 17 Uhr. Eine weitere Attraktion für den Nachwuchs ist das Gestalten eines eigenen Buttons. Jedes Kind darf – auch dies im Zusammenhang mit zwei Jahrzehnten «Wildhauser Talente» – gratis seinen persönlichen Button herstellen.

Heimisches Schaffen im Fokus

Musikalisch wurde die Eröffnung durch die Schlegel Musig, Wildhaus, welche mit einem abwechslungsreichen Repertoire überzeugt, bereichert. Sergio Zurlo, Präsident des Vereins «Wildhauser Talente» zeigte sich bei der Vernissage am Donnerstag von der Phantasie der Kinder begeistert. «Wenn das unsere neuen Künstler aus der Region sind, brauchen wir uns wegen des Nachwuchses keine Sorgen zu machen.»

Und Gemeindepräsident Rolf Züllig lobte die Vielfalt der Ausstellung. «Ich bewundere die verschiedenen Talente und ihren Mut, die Werke öffentlich zu zeigen.» Es sei eine liebgewordene Tradition, dass alljährlich am Stephanstag heimisches Schaffen präsentiert werde.

Und weil sich das Wetter zur Ausstellungseröffnung nicht einladend präsentierte, schloss Rolf Züllig mit einem Zitat von Queen Mary: «Wenn etwas wert ist, getan zu werden, dann ist es auch wert, gut getan zu werden.» Diese Aussage soll die englische Königin gemacht haben, weil man ihr bei der Eröffnung eines Bauwerks wegen des schlechten Wetters nahegelegt hatte, ihre Handlung nur symbolisch vorzunehmen.

Gesellschaftliches Ereignis

Die Eröffnung der Ausstellung ist auch alljährlich ein gesellschaftliches Ereignis. Einheimische und Gäste, aber auch Obertoggenburger, wie die Skispringer-Legende Walter Steiner, welcher fern der ursprünglichen Heimat lebt, treffen sich jeweils am späteren Nachmittag des Stephanstages im Chuchitobel. Einerseits werden die Kontakte mit den Kunstschaffenden, andererseits zwischen den verschiedenen Besuchern gepflegt.

Dazu gehört auch das gemütliche Beisammensein in der extra aufgebauten Festwirtschaft. Bei einem Gläschen können Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres besprochen und Neuigkeiten ausgetauscht werden.

Die Ausstellung im Chuchitobel ist heute Samstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Seveler Filzkünstlerin Regula Brander (links) erklärt zwei interessierten Frauen eines ihrer Werke.

Die Seveler Filzkünstlerin Regula Brander (links) erklärt zwei interessierten Frauen eines ihrer Werke.

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