Zwei Jahre bedingt beantragt

BELLINZONA/GRAZ. Ein 26jähriger Mann aus Winterthur, der die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt haben soll, hat gestern vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona jegliche Schuld von sich gewiesen.

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BELLINZONA/GRAZ. Ein 26jähriger Mann aus Winterthur, der die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt haben soll, hat gestern vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona jegliche Schuld von sich gewiesen. Die Bundesanwaltschaft fordert für den Mann, der im April 2015 am Flughafen Zürich verhaftet wurde, eine bedingte Haftstrafe von zwei Jahren. Sein Anwalt plädierte derweil, dass sein Mandant von allen Anklagepunkten freizusprechen sei und Anspruch auf eine Entschädigung habe. Dem Mann wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, er habe im April 2015 zunächst von Zürich-Kloten nach Istanbul reisen wollen, «mit dem Ziel, sich dem <Islamischen Staat> (IS) anzuschliessen und als Märtyrer zu sterben».

Auch im österreichischen Graz kam es gestern zu einem Prozess im Zusammenhang mit dem IS. Ein Geschworenengericht hat dabei einen angeklagten salafistischen Hassprediger, der als Anwerber für die Terrororganisation IS gilt, und einen mitangeklagten ehemaligen IS-Terroristen zu harten Strafen von 20 respektive 10 Jahren verurteilt. (red.)

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