Zwei Flöser Schwimmer im Final

Am Wochenende fanden in Worb bei Bern die Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften im Schwimmen statt. Tara Lukic und Benjamin Menzi vom SC Flös erreichten beide einen Finalplatz und glänzten mit mehreren persönlichen Bestzeiten.

Michelle Weder
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Tara Lukic: Pech in der Disziplin Rücken, dafür sehr stark im Crawl. (Bilder: pd)

Tara Lukic: Pech in der Disziplin Rücken, dafür sehr stark im Crawl. (Bilder: pd)

SCHWIMMEN. Über 600 Schwimmerinnen und Schwimmer trotzten dem Kälteeinbruch und frühlingshaften Temperaturen und nahmen am gut besuchten Grossanlass im Freibad Wislepark im Emmental teil.

Lukic in mehreren Disziplinen

Tara Lukic schaffte über 100 Meter Freistil den Einzug in den Final als Vierte. Im Finallauf musste die 14jährige Sportschülerin sich aber mit Rang 7 zufriedengeben. In einem äusserst spannenden Rennen kämpften fünf Schwimmerinnen um den 3. Platz – alle schlugen innerhalb von sieben Zehntelsekunden an. Obwohl es schliesslich nicht für das begehrte Edelmetall reichte, darf die schnelle Flöserin mit ihrer Zeit von 1:02:87 – eine neue persönliche Bestzeit und Clubrekord – sehr zufrieden sein.

Einen 10. Platz und eine weitere persönliche Bestzeit erreichte Lukic über 100 Meter Schmetterling, wo sie nach 1:12:47 anschlug. Einen 12. Rang und nochmals eine persönliche Bestzeit mit Clubrekord schaffte sie über 200 Meter Lagen, die sie in der Zeit von 2:38:58 absolvierte.

Kälte als Spielverderber

Nicht ideal liefen für Tara Lukic heuer die Rücken-Rennen, eigentlich ihre stärksten Disziplinen. Über 200 Meter fand sie sich am ersten Wettkampftag mit der enormen Kälte von 9 Grad an Land und 24 Grad im Wasser überhaupt nicht zurecht. «Die ersten zwei Längen liefen eigentlich super, ich war schnell unterwegs und fühlte mich gut», erklärt Lukic. Dann habe sie plötzlich ihre Beine vor Kälte nicht mehr gefühlt, und am Schluss habe einfach alles geschmerzt. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt sie.

Über 100 Meter Rücken wollte sie am letzten Wettkampftag wieder alles gutmachen – und strebte nach zu viel. Im Eifer überschritt sie die gestattete Tauchphase von 15 Metern nach dem Start knapp und wurde disqualifiziert.

Menzi schwamm stark

Benjamin Menzi, der Flöser Brustspezialist, schaffte über 200 Meter Brust ebenfalls den Einzug in den Final und schlug mit der starken persönlichen Bestzeit von 2:55:09 an. Dies brachte dem 13-Jährigen Platz sechs und Club-Jahrgangsbestzeit ein – eine Leistung, auf die er sehr stolz sein darf. Auch über 100 Meter Brust erbrachte er mit 1:23:84 eine persönliche Bestzeit und plazierte sich auf Rang 11. «Ich kann mich noch stark beim Start und den Wenden verbessern», resümiert Menzi seine Erfahrungen an den Schweizer Meisterschaften. «Daran muss ich sicherlich arbeiten – aber erst nach den Ferie» fügt er schmunzelnd hinzu.

Intensive Vorbereitungen

Ferien haben sich beide Schwimmcracks nun verdient. Vor den an den Kräften zehrenden Schweizer Meisterschaften haben sie sich zehn Tage im nationalen Jugendsportzentrum in Tenero vorbereitet und sind täglich acht bis zehn Kilometer geschwommen. Streng sei es gewesen, sagen beide, aber auch toll, umgeben von so vielen anderen Sportlerinnen und Sportlern. Besonders inspirierend sei die Begegnung mit dem «Zar» Alexander Popov, gewesen, der derzeit ebenfalls in Tenero als Coach fungiert. Nicht nur seine Grösse, auch sein sympathisches Auftreten hat den Nachwuchstalenten imponiert.

Kraftvoll und berühmt: Benjamin Menzi beim Startsprung (links) und zusammen mit Schwimmstar Alexander Popov und Tara Lukic im Vorbereitungs-Trainingslager in Tenero (rechts).

Kraftvoll und berühmt: Benjamin Menzi beim Startsprung (links) und zusammen mit Schwimmstar Alexander Popov und Tara Lukic im Vorbereitungs-Trainingslager in Tenero (rechts).