Zwei Chöre lösen sich auf

Die Chorgemeinschaft Eisenbahner-Männerchor Buchs und Männerchor Räfis-Sevelen sowie der Neugutchor haben heute und morgen ihre letzten grossen Auftritte. Dann hören sie auf.

Thomas Schwizer
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Die Chorgemeinschaft (Archivbild von 2009) löst sich nach dem Wegzug von Dirigentin Regula Gschwend und wegen aktiver Sänger auf. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Chorgemeinschaft (Archivbild von 2009) löst sich nach dem Wegzug von Dirigentin Regula Gschwend und wegen aktiver Sänger auf. (Bild: Thomas Schwizer)

REGION. Die beiden Chöre haben mit Regula Gschwend die gleiche musikalische Leiterin und Dirigentin. Und sie verzeichnen seit Jahren einen Rückgang bei der Anzahl aktiver Sänger. Bei der Chorgemeinschaft sind es derzeit noch sieben, beim Neugutchor noch zehn Frauen und lediglich vier Männer, sagt Karl Schwendener, Präsident des Männerchors Räfis-Sevelen.

Nach rund 15 Jahren gibt Regula Gschwend im Sommer die Dirigententätigkeit in der Region auf, weil sie mit ihrer Familie wegzieht. Damit ist sie aber nicht «schuld» an der Auflösung der drei von ihr dirigierten Chöre, betonen Karl Schwendener und Hansruedi Vetsch, die Präsidenten des Männerchors Räfis-Sevelen und des Eisenbahn-Männerchors Buchs. Seit vielen Jahren bilden sie gemeinsam eine Chorgemeinschaft – weil beide für sich alleine zu wenig aktive Sänger hatten.

Die Entwicklung, dass die aktiven Sänger immer älter wurden und kaum oder gar keine jüngeren Semester hinzu stiessen, hielt weiter an. Heute ist Karl Schwendener mit gut 70 Lenzen einer der Jüngeren in der Chorgemeinschaft, wie er feststellt.

Wenn schliesslich nur mehr ein einzelner oder zwei Sänger in seiner Stimmlage vorhanden sind, wird es für diese selbst und für den Chor schwierig – selbst wenn die Sänger eine starke, sichere Stimme haben. Fehlt ein Mitglied in einer Probe oder bei einem Auftritt, sind diese gefährdet oder man muss auf Verstärkung durch ehemalige Mitsänger zurückgreifen.

Das Ausscheiden der Dirigentin hat nun zum Entscheid geführt, die drei Chöre aufzulösen, die sie leitete. «Wir konnten nun den fälligen, sauberen Schnitt machen, der sich abzeichnete», sagt «Eisenbahner»-Präsident Hansruedi Vetsch. Wenn auch mit einem weinenden Auge, denn die Kameradschaft war toll und der Gesang «klein, aber fein», wie Fachleute der Chorgemeinschaft immer wieder bestätigten. • LOKAL 7

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