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Zwangsverheiratete Männer suchen vermehrt Hilfe

Gesellschaft Die Fachstelle Zwangsheirat sieht sich mit einer zunehmenden Anzahl an Männern konfrontiert, die um Rat suchen. «Wir stellen eine steigende Tendenz fest», sagt die Präsidentin der Fachstelle, Anu Sivaga­nesan. Dieses Jahr seien bereits 41 Männer beraten worden. Weil Zwangsheiraten vielfach in den Sommerferien geschlossen werden, suchen derzeit besonders viele die Fachstelle auf.

Zwangsheiraten würden häufig als Frauenthema betrachtet, sagt Sivaganesan. Oft würden ­primär Frauen als Opfer und Männer als Täter gesehen. «Die männliche Betroffenheit ist eine versteckte Realität, die häufig vernachlässigt wird.» Ihrer Ansicht nach braucht es noch mehr Sensibilisierung und Angebote für Männer.

Die Behörden haben dies erkannt und engagieren sich in dem Bereich. Zur Bekämpfung von Zwangsheiraten hatte der Bundesrat 2012 eigens ein Programm lanciert; es läuft Ende Jahr aus. Er will aber weiterhin Geld zur Verfügung stellen: Ab nächstem Jahr will er ein «Kompetenzzentrum» gegen Zwangsheiraten finanziell unterstützen. Das geht aus der Projektausschreibung hervor, welche das Staatssekretariat für Migration online veröffentlicht hat. (mjb)15

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