Zur Vision von Paul Haltinner

«Per Gondel zum Schloss», Ausgabe vom 22. September

Josef Slembrouck Wiedenstrasse 44, 9470 Buchs
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Es sind nur die Träumer, die eine gute, neue Welt bereiten. Wenn wir das gute Alte respektieren und bewahren, können wir darauf das gute Neue aufbauen. Und das mit modernen, aber spielerischen Ideen – wie hier demonstriert. Die Häuserzeile mit Arkaden rund um einen grossen Platz für Feste ist passend und reichhaltig. Aber die Arkaden, wie die Häuser auch, mögen modern verspielt sein, nicht langweilig gleich wie von der Stange, wie Chlausmarktbuden. Und sie mögen auch dem Werdenberger Stil treu bleiben, mit Ecken und Kanten, Schrägen und Balken, Türmchen und Erkern, unebenen weissen Fassaden, ungleichen Fenstern und viel Holz, rot und braun. Im Sommer mit Geranien. Nur nichts wie Hundertwasser oder Niki de Saint Phalle. Die sind nicht heimisch.

Dann gibt es die absolut notwendige architektonische Einheit am See. Zu teuer? Nein, aber freundlich und attraktiv, d. h. anziehend für Werdenbergverehrer. Die Gondelbahn wäre auch eine Notwendigkeit, aber bitte eng am Waldrand westlich. Damit bei den Fotos des Städtchens keine Kabel oder Kabinen davor hängen. Die Blechkisten sind auch unten gut versteckt. Auf dem Platz gehören auch noch Grünes, bunte Blumen und dezente Bäume für Schatten. Und Sitzbänke für Maler und Plauderer. Und die Zirkusse, der Jahrmarkt? Dafür wäre bei der neuen Bahnhofanlage genügend Platz. Der Flohmarkt darf jedoch beim See bleiben.

Also nur los und es möge gelingen! Wie Antoine de Saint-Exupéry annähernd sagte: Für Grosses braucht es weniger Geld als hohe Begeisterung.

Josef Slembrouck Wiedenstrasse 44, 9470 Buchs