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Zum Grund für die «Zangengeburt»

«Grünes Licht für Kanti- Neubau», Ausgabe vom 24. Januar
Leonhard Gafafer, Churfirstenstrasse 9, 7320 Sargans

«Der Neubau der Kanti Sargans hat sich in den letzten vier Jahren zur Zangengeburt entwickelt. Grund waren Einsprachen.» So steht es im Artikel vom 24. Januar. Wenn die Grundsuche wirklich so einfach wäre, würde sich mein Leserbrief erübrigen. Richtig ist, dass zum Baugesuch für die Kanti zahlreiche Einsprachen von besorgten Nachbarn eingegangen sind. Das Baugesuch lag bis Mitte Oktober 2015 öffentlich auf, die Baueinsprachen mussten bis dann eingereicht werden. Der Kanton benötigte dann bis August 2016, um eine erste Verhandlungsrunde durchzuführen. Da nicht alle Einsprecher mit dem Resultat der ersten Verhandlungsrunde einverstanden waren, gab es im Januar 2017 eine zweite Einsprache-Verhandlungsrunde. Danach dauerte es ein Jahr, bis der Kanton von der Gemeinde die Baubewilligung erhielt. Wohlverstanden, bei den hier aufgeführten Daten handelt es sich nur um den Abbruch/Neubau der kalten Kantonsschule – es war nämlich keine Heizung vorgesehen!

Vor mehr als drei Jahren wurde bekannt, dass die Fernwärmeheizung Mels nicht zustande kommen wird. Beim Kanton hat es dann ein bisschen länger gedauert, so dass erst im Februar 2017 ein Baugesuch für eine Heizanlage für die Kanti (und Sporthalle) eingereicht wurde. Ohne Einsprachen gegen diese Heizzentrale hätte also die Baubewilligung sowieso erst frühestens im Sommer 2017 erteilt werden können. Das gäbe gegenüber der aktuellen Situation eine Verbesserung des Zeitplans um etwa acht Monate. Da ja eine Heizzentrale ohne Schule ebenso wenig Sinn macht wie eine Schule ohne Heizung hat der Gemeinderat Sargans richtig gehandelt und die Bewilligung für beide Bauten gemeinsam ausgesprochen. Den Grund für die Verzögerung des Neubaus den Einsprechern in die Schuhe zu schieben ist, unter Kenntnis der oben erwähnten Tatsachen, doch eine etwas billige Lösung.

Der Steuerzahler darf nun gespannt warten, ob es dann in drei Jahren nicht nur heisst «Zeitplan aus dem Ruder», sondern auch noch «Finanzplan aus dem Ruder». Ob es dazu dann auch heisst: «Grund sind die Einsprachen?» Das müsste dann hinterfragt werden.

Leonhard Gafafer, Churfirstenstrasse 9, 7320 Sargans

«No Billag»: Was dahinter steckt

Seit Wochen kochen Medien und Leserbriefe die ungeniessbare No-Billag-Vorlage: einmal mehr ein berechtigtes Anliegen (Wie gross und wie soll künftig die SRG sein?) verknüpft mit einer absurden, nicht realisierbaren Kahlschlagstrategie – vergleiche «Masseneinwanderungs-Initiative» oder den geplanten Gang in die schweizerische Isolation inmitten eines «feindlichen» Europa!

Was im Kampfeslärm der Billag-Gegner gegen die «Zwangsgebühren» und das «Staatsfernsehen nach nordkoreanischem Muster» untergeht: Europa-weit laufen rechtspopulistische Parteien Sturm gegen öffentlich finanzierte Rundfunkanstalten, sei es in Italien Berlusconi, in Holland Wilder, in Deutschland die AfD, in Österreich die FPÖ oder der Front National in Frankreich. Also überall der Versuch, den medialen Mainstream zu kapern, garniert mit dem Mythos vom «linken Journalismus» und blind gegen die tatsächliche Bedrohung durch die internationalen Mediengiganten wie Google und Facebook. Oder gegenüber dem Ergebnis, dass nationale Milliardäre wie Berlusconi, Trump oder unser Christoph National damit ihre politische Macht im Privatfernsehen absichern wollen. Kein Wunder, dass auch die SVP fast einstimmig einstimmt in diese europaweite rechtsnationale Verketzerung freier Meinungsbildung – und leider auch ohne Einsicht, was das für verheerende Folgen hat für die Grundlagen unserer regionalen Medien.

Eine zukunftsgerichtete Devise für die SRG kann nur heissen: Kontrollieren statt zerschlagen. Dazu aber muss es sie zunächst einmal noch weiterhin geben.

Otto Ackermann, Profasonweg 7, 9476 Fontnas

Informationen für Vielsprachigkeit

Ich lehne die No-Billag-Initiative klar ab – dies vorwiegend aus staatspolitischen Überlegungen. Die No-Billag-Initiative will die SRG sowie 34 lokale Radio- und Fernsehsender abschaffen. In der Ostschweiz wäre dies auch das Aus für TVO, Tele Top, Tele Südostschweiz, Radio Toxic.fm und fürs «Regional-Journal». Künftig würden Renditeüberlegungen von (ausländischen) Investoren unsere Medienlandschaft bestimmen. Für diese Medien wären unsere regionalen Ereignisse kein Thema mehr. Noch bedenklicher wäre es für unsere viersprachige Schweiz. Alle Sprachregionen und Bevölkerungsgruppen haben ein Anrecht auf ein hochwertiges Informations- und Meinungsbildungsangebot. Wollen wir, dass wir uns künftig beim ORF oder beim Liechtensteiner Fernsehen informieren müssen? Oder, dass die Romands französische und die Tessiner italienische Sender anschauen müssen? Von den Rätoromanen ganz zu schweigen. Das hätte staatspolitisch verheerende Auswirkungen. Andererseits bin ich überzeugt, dass die Diskussionen rund um die Initiative und das heutige Konsumverhalten die SRG zu Veränderungen – und letztlich zu tieferen Gebühren – zwingen werden. Diese Anliegen können jedoch sachgerecht und ohne Kahlschlag umgesetzt werden.

Beat Tinner, Fraktionspräsident FDP SG, Azmoos

Die «Arena» war eine Katastrophe

Vergangenen Freitag zeigte die Fernsehsendung «Arena» ihr wahres Gesicht. Schon die Vorbereitung und Einladung der Teilnehmer und Gäste war sehr einseitig, wenn nicht gezielt und bewusst ungerecht. Vor der Sendung wurde bekannt, dass Frau Bundesrätin Doris Leuthard von Moderator Jonas Projer interviewt und so das Interview sehr einseitig ausfallen wird. Frau Leuthard schaute der Ungerechtigkeit lächelnd, wenn nicht mit Genugtuung zu.

Die Moderation und Gleichheit während der Sendung war katastrophal. Grundsätzlich 5:1. Herr Kessler wurde klassisch geschnitten, konnte kaum einen Satz ausreden und Herr Projer probierte jede Gelegenheit auszunutzen und die Argumentation für die Billag-Initiative in ein falsches Licht zu stellen. Alle Teilnehmer, inkl. Frau Bundesrat Leuthard, schauten zu und freuten sich an der Arroganz und Einseitigkeit, Unausgeglichenheit ja sogar Frechheit der Moderation. Die Billag-finanzierte Arena hat einmal mehr gezeigt, das mit gut verdientem, zwangseingezogenem Geld von Bürgerinnen und Bürgern Stimmung gemacht und Beeinflusst wird. Von dem hochgepriesenen neutralen Informationsauftrag konnte nichts wahr genommen werden. Die SRG muss unbedingt mit dem Markt konfrontiert und auf Kunden angewiesen werden. Das monopolhafte Verhalten und die gezeigte Arroganz kann mit einem Ja zur Billag beeinflusst und kleinere neutralere Sender können gestärkt werden.

Ich hätte von Frau Leuthard erwartet, dass sie während der Sendung mit einem kurzen Satz Herr Projer zurecht gewiesen und dem Einseitigen unrechtmässigen Moderieren ein Ende gesetzt hätte.

Hans Moser, Präsident EDU Schweiz, 9470 Buchs

Israel als Helfer in den Schlagzeilen

Während Israel immer wieder in die Negativschlagzeilen gerät, leisten Soldaten und christliche Ärzte von «Frontier Alliance International» Samariterdienste im kriegsgebeutelten Syrien. Unter Lebensgefahr werden über Nacht Lebensmittel, Brennstoff, Wasser und medizinisches Material über die Grenze verschoben. Schwere Fälle wurden in der Vergangenheit heimlich nach Israel transportiert und dort medizinisch betreut, die Zahl beläuft sich auf etwa 5000 syrische Verletzte.

Diese uneigennützige Hilfeleistung verdient absoluten Respekt. Die Berichterstattung bezüglich Naher Osten ist oft nicht objektiv und realitätsbezogen. Obwohl obige Wohltaten keinen Einzelfall darstellen, finden solche Positivmeldungen meist nicht den Weg in die internationalen Medien. Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben! (Psalm 122,6)

Heini Eggenberger, Winggel 18, 9475 Sevelen

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