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Zum Glück nur im Spiel mit 71 Franken Lohn auskommen

SEVELEN. Was würde ich mit meinem Minimallohn von 71 Franken pro Monat kaufen? Diese für Arbeiterinnen und Arbeiter in Kambodscha überlebenswichtige Frage hatten die Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe des Schulhauses Galstramm zum Glück nur spielerisch zu beantworten.
Hanspeter Thurnherr
Ruedi Meier erläutert den Schülerinnen und Schülern mit Beispielen den Unterschied von Minimal- und Existenzlohn. (Bilder: Hanspeter Thurnherr)

Ruedi Meier erläutert den Schülerinnen und Schülern mit Beispielen den Unterschied von Minimal- und Existenzlohn. (Bilder: Hanspeter Thurnherr)

SEVELEN. Was würde ich mit meinem Minimallohn von 71 Franken pro Monat kaufen? Diese für Arbeiterinnen und Arbeiter in Kambodscha überlebenswichtige Frage hatten die Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe des Schulhauses Galstramm zum Glück nur spielerisch zu beantworten. Reicht es für alle nötigen Dinge wie einfaches Essen, Gas zum Kochen, Kleider, für die Miete der einfachen Wohnung, den Bus zur Arbeit, für Medikamente, Seife? Und wie steht es mit Wünschen wie Mobiltelefon, gelegentlich Fleisch, Früchte oder vielleicht mal einen Kinoeintritt?

Wie Kleider hergestellt werden

Im Rahmen des Projektnachmittags «Eine Jeanshose auf Weltreise» erhielten die Schüler unter anderem auf diese Weise Einblick in die miserablen Arbeitsbedingungen von Arbeiterinnen in der globalisierten Kleidungsindustrie, vorallem in Asien. Dieses Projekt im Fach Religion und Ethik wurde von Religionslehrern in Zusammenarbeit mit Vertretern der Organisation «Erklärung von Bern» (EvB) durchgeführt.

Als Einstieg vermittelte der Film «China Blue» Informationen über die Situation in den Textilfabriken. Später verdeutlichten die Vertreter der EvB an Beispielen, dass in vielen Ländern in Asien und Osteuropa der Minimallohn nur einen Bruchteil des nötigen Existenzlohns erreicht, häufig nicht einmal 20 Prozent.

Eine Weltreise in den Laden

Was können wir hier tun? Im letzten Teil setzten sich die Schüler mit dem Thema verantwortungsvolles Einkaufen auseinander. Dabei erfuhren sie auch, warum eine Jeans – oder zumindest Teile von ihr – praktisch eine Weltreise hinter sich hat, bevor sie bei uns im Laden verkauft wird. Und dass sich dies nur lohnt, weil die Arbeiterschaft in den Produktionsländern schlecht entlöhnt wird. Um das Gehörte und Gesehene zu verarbeiten und um andere für das Thema sensibilisieren zu können, gestalteten die Schülerinnen und Schüler anschliessend Plakate und Flyer – oder entwarfen Briefe an die Mode- und Textilkonzerne, um sie darin aufzufordern, Verantwortung zu übernehmen und die Situation der Arbeiterschaft zu verbessern.

Schülerinnen und Schüler gestalten Plakate und Flyer, mit denen sie andere für das Thema sensibilisieren wollen.

Schülerinnen und Schüler gestalten Plakate und Flyer, mit denen sie andere für das Thema sensibilisieren wollen.

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