Zukunft der Schützen ungewiss

Die Delegiertenversammlung des Bezirksschützenverbandes Obertoggenburg war geprägt von der Nachricht, dass die Teilnehmerzahlen rückläufig sind.

Stefan Füeg
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Ein Präsent für den scheidenden Festzelt-Manager: Präsident Kurt Geisser (links) dankt Walter Lusti. (Bilder: Stefan Füeg)

Ein Präsent für den scheidenden Festzelt-Manager: Präsident Kurt Geisser (links) dankt Walter Lusti. (Bilder: Stefan Füeg)

SCHIESSEN. Der Präsident, Kurt Geisser (Wattwil), begrüsste die über 60 anwesenden Delegierten und Gäste kürzlich zur Versammlung im Sonnensaal in Krummenau. Er machte gleich zu Beginn klar, dass der Vorschlag der EU, halbautomatische Waffen zu verbieten, für die Schweiz nicht in Frage komme. Denn, wie sollen denn die Schützen ihrem Sport nach einem solchen Verbot weiter nachgehen können?

Schützenfest als Höhepunkt

In seinem Jahresbericht ging Geisser auf verschiedene Höhepunkte des vergangenen Jahres ein. So erwähnte er die Teilnahme am Eidgenössischen Schützenfest im Wallis und die erstmals durchgeführte Präsidentenkonferenz. Einen weiteren Blick warf er auf das Feldschiessen, welches im letzten Jahr in der Laad durchgeführt wurde. Sein Dank ging an die Verantwortlichen des MSV Speer-Laad, welche wirklich gute Arbeit geleistet hätten.

Eine Bombe sei am 1. Dezember geplatzt, als der Vorstand des kantonalen Verbandes mitgeteilt habe, dass es so wie bis anhin nicht mehr weitergehen könne. Es seien elementare Strukturanpassungen nötig. Geisser selber meinte, dass dies alles seine Zeit brauche, dass nichts von heute auf morgen entschieden werden solle. Er werde sich vehement für die Anliegen der Toggenburger Schützen einsetzen und Druck ausüben, dass der Hauptanlass, das Feldschiessen, wie gewohnt durchgeführt werden könne.

Grosse Vorbehalte

Leider, so der Präsident, würden auch im Toggenburg die Teilnehmerzahlen an den verschiedenen Schiesssport-Anlässen zurückgehen, da gelte es, in Zukunft noch mehr Gegensteuer zu geben. Genau diese angekündigten Neuerungen im kantonalen Verband brachten einige der Anwesenden doch einigermassen auf die Palme. Mit solchen rigorosen Massnahmen gehe der Schiesssport im Toggenburg «bergab». Vor allem der Vorschlag, drei Grossregionen zu bilden, stiess bei den in Krummenau anwesenden Delegierten nicht auf grosse Gegenliebe. Der anwesende Vertreter des kantonalen Verbandes bat inständig darum, die Neuerungen, wenn sie dann als Beschluss vorgelegt werden, zu genehmigen. Denn, so seine Worte, der Verband mit den jetzigen Strukturen sei am Anschlag. Auf diese Weise weiterarbeiten werde auf die Dauer nicht mehr gehen.

Der Vorstand musste dieses Jahr nicht wiedergewählt werden, er bleibt unter dem Präsidium von Kurt Geisser unverändert. Ein Rücktritt wurde doch noch verzeichnet, der langjährige Chef Festzelt, Walter Lusti (Ennetbühl), demissionierte, an seine Stelle wurde Heinz Geisser gewählt.

Die sonstigen Traktanden wie die unterschiedlichen Jahresberichte, welche wie die Rechnung auch schriftlich vorlagen, wurden einstimmig und mit Dank an die Verantwortlichen genehmigt.