Zukunft der Flade sichern

Das Katholische Kollegium des Kantons St. Gallen will alles dafür tun, dass sich die Flade zur Oberstufe weiterentwickeln kann: Man fühle sich dem Erbe der Schule verpflichtet.

Claudia Schmid
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Über die langfristige Entwicklung der Kantonssekundarschule «Flade» in St. Gallen wird derzeit verhandelt. (Bild: Urs Jaudas)

Über die langfristige Entwicklung der Kantonssekundarschule «Flade» in St. Gallen wird derzeit verhandelt. (Bild: Urs Jaudas)

ST. GALLEN. Für die zweijährige Amtsdauer 2014/16 hat das Katholische Kollegium ein neues Präsidium gewählt. Neuer Präsident ist André Strässle, Handelslehrer aus St. Gallen. Ihm zur Sei- te steht als Vizepräsident Paul Gähwiler-Wick, Account Manager aus Henau. Beide traten ihr Amt unmittelbar nach der Wahl an.

Im Mittelpunkt der gestrigen Sitzung des Kollegiums stand der Bericht des Administrationsrates zur Flade. Darin orientierte er über das Ergebnis der Verhandlungen zur Führung und Finanzierung der Katholischen Kantonssekundarschule als Oberstufe. Im Bericht erklärt er, er sei mit dem Ergebnis der befristeten Finanzierungslösung zufrieden, doch brauche es für eine langfristig gesicherte Zukunft weitere Verhandlungen, die anspruchsvoll, schwierig und fordernd sein würden.

Das St. Galler Stadtparlament hatte Ende Oktober entschieden, ab 2016 bis zum Ende des Schuljahres 2018/19 den bisherigen städtischen Schulgeld-Beitrag von jährlich knapp 2,6 Millionen Franken um zusätzlich maximal 1,7 Millionen pro Jahr aufzustocken. Dies nachdem der Kanton seinen Beitrag an die Flade gestrichen hatte.

«Möglichst grosser Freiraum»

Susi Wick, Präsidentin der vorberatenden Kommission, erinnerte an das 200-Jahr-Jubiläum der Schule vor rund fünf Jahren. Damals sei in den Festreden betont worden, dass die Flade aus der Bildungslandschaft der Stadt nicht mehr wegzudenken sei. Zu hoffen sei, dass diese Haltung andauere und zu einer langfristigen Lösung führe. Ziel aller Verhandlungen mit dem Stadtrat St. Gallen müsse sein, dass die Flade eine gute finanzielle Grundlage erhalte, mit ihrem Leitbild weitergeführt werden könne und ein möglichst grosser schulischer Freiraum verbleibe. Das Katholische Kollegium stehe voll und ganz zur christlichen Schule katholischer Prägung und fühle sich dem Erbe verpflichtet. Das Kollegium nahm ohne grosse Diskussion Kenntnis vom Bericht des Administrationsrates.

Beitrag für Kapuzinerkloster

Unbestritten war die Ausrichtung eines Zentralsteuerbeitrages an die Bausanierung des Kapuzinerklosters Mels. Jedoch gab es verschiedene Anträge zur Höhe der Summe. Der Administrationsrat hatte sie zunächst mit 300 000 Franken beziffert. Die vorberatende Kommission stellte den Zusatzantrag, für die Barockbilder zweckgebunden weitere 50 000 Franken zu sprechen.

Die Regionalgruppe Werdenberg/Sarganserland wollte den Beitrag auf 450 000 Franken erhöhen. Das Kloster sei ein pastorales Zentrum, in dem viele Menschen Hilfe suchten und beichten könnten. Die Kapuziner seien vor allem im Sarganserland sehr verankert und anerkannt, lautete einer der Gründe der Regionalgruppe für ihren Antrag, der schliesslich mit 74 zu 88 Stimmen unterlag. Die beiden Anträge des Administrationsrates und der vorberatenden Kommission erhielten Zustimmung.

Zentralsteuer wie bisher

Dem Voranschlag der laufenden Rechnung und der Investitionsrechnung für das Jahr 2015 stimmte das Katholische Kollegium ohne Diskussion und Gegenstimme zu. Der Steuerfuss bleibt bei vier Steuerprozenten.