Zug zeigt UHC Sarganserland den Meister

NLB-Tabellenführer Zug United war für den UHC Sarganserland bei der 2:5-Heimniederlage schlicht eine Nummer zu gross. Erst im Schlussdrittel konnte der UHCS den neuen NLB-Meister fordern. Nach der Nati-Pause stehen vor den Playoffs noch zwei Spiele an.

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Souverän verwandelt: Fabio Good machte das Spiel nach seinem Penalty wieder spannend. (Bild: Reto Voneschen)

Souverän verwandelt: Fabio Good machte das Spiel nach seinem Penalty wieder spannend. (Bild: Reto Voneschen)

UNIHOCKEY. Es brauchte einen Penalty, bis der UHC Sarganserland endlich im vermeintlichen Spitzenkampf ankam. Souverän verlud Fabio Good den deutschen Nationaltorhüter Janek Kohler zum 2:4 in der 48. Minute. Fortan war endlich Feuer im Haus. Das spürte auch der Zuger Trainer Arto Riihimäki, der umgehend sein Time-out nahm und seinen Schützlingen ordentlich ins Gewissen redete. Die letzten zwölf Minuten spielte der UHCS aber auf Augenhöhe mit dem Leader. Allein, mit der Chancenauswertung haperte es. Auch mit sechs gegen vier Feldspielern wollte der Ball nicht ins Zuger Netz. Besser machte es der ehemalige finnische Nationalspieler Panu Kotilainen kurz vor Schluss, als er ins verwaiste Sarganserländer Tor zum 5:2 traf.

Entscheidender Doppelschlag

Ein verdienter Erfolg der Zentralschweizer, die sich mit dem Auswärtssieg die letzten Punkte für den dritten NLB-Meistertitel der Vereinsgeschichte sicherten. Bis zu Goods Penalty liessen die Zuger Ball und Gegner gekonnt laufen. Zeitweilig beschlich wohl manchen der 195 Zuschauer, dass die drei finnischen Zuger Verstärkungsspieler locker noch ein, zwei Gänge höher schalten hätten können.

Bis zur 39. Minute hiess es aber nur 0:2, dann erhöhten die Zuger mit zwei Treffern innert 29 Sekunden auf 4:0. Samuel Altherr hielt mit dem Anschlusstreffer wenige Sekunden danach den Schaden etwas in Grenzen. Der ungebührliche Jubel nach dem 1:4 bescherte ihm aber – leider zu Recht – eine zehnminütige Denkpause auf der Strafbank.

Schöpferische Pause

Bereits vor dem Spiel gab's eine Hiobsbotschaft. Vojtech Regi-Skaliks Rippenschmerzen entpuppten sich als Rippenbruch und dreiwöchige Pause. Ohne den tschechischen Topskorer fehlte dem UHCS eine wichtige Waffe. Und vor allem fehlte das nötige Quentchen Extra-Selbstvertrauen. Erst in den letzten zwölf Minuten, als jeder Spieler das Herz in die Hand nahm, zeigte sich, wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt.

Den dritten Rang verlor der UHCS nach der Niederlage an March-Höfe, das 5:4 gegen Thurgau gewann. Der jetzige vierte Platz würde aber immer noch Heimrecht in den Play-offs bedeuten. Bis am 12. Februar ruht die Meisterschaft bis zu den letzten zwei Spielen nun, da WM-Qualifikationsspiele anstehen. Mit Dominik Hardegger nimmt auch ein UHCS-Akteur mit Italien an der Quali teil. (rvo)

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