Züchter wurden für ihre gute Zucht belohnt

SARGANS. Am interkantonalen Ziegenmarkt waren von den 400 Tieren rund ein Drittel Böcke, die sich in bester Form präsentierten. Während der Samstag ruhig verlief, kam am Sonntag kurz vor dem Mittag Leben in die Markthalle.

Heidy Beyeler
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Die neun schönsten Ziegen wurden in Sargans zu Missen gekürt: Claudia Schlegel aus Gams (ganz links) mit Miss Kupferhalsziege und Martin Heeb aus Sax (vierter von links) mit Miss Bündner Strahlenziege. (Bild: Heidy Beyeler)

Die neun schönsten Ziegen wurden in Sargans zu Missen gekürt: Claudia Schlegel aus Gams (ganz links) mit Miss Kupferhalsziege und Martin Heeb aus Sax (vierter von links) mit Miss Bündner Strahlenziege. (Bild: Heidy Beyeler)

SARGANS. Am interkantonalen Ziegenmarkt waren von den 400 Tieren rund ein Drittel Böcke, die sich in bester Form präsentierten. Während der Samstag ruhig verlief, kam am Sonntag kurz vor dem Mittag Leben in die Markthalle. Ziegenzüchter und Ziegenliebhaber strömten hinein und beäugten mit kritischen oder auch weniger kritischen Blicken die Ziegen – gehörnt oder nicht gehörnt – bei der Wahl der Rassensiegerinnen.

Regionale Zuchterfolge

Unter den erfolgreichen Züchtern reihten sich bereits bekannte Züchter aus der Region Werdenberg ein. Zum Mister Nera Verzasca wurde der Ziegenbock Kai von Kai Rohrer aus Sevelen auserkoren, und bei den Rassensiegerinnen waren Martin Heeb aus Sax mit der Bündner Strahlenziege Liena und Claudia Schlegel aus Gams mit der Kupferhalsziege Rosalie erfolgreich.

Rassenvielfalt betrachten

Insgesamt wurden neun Rassen von den Preisrichtern betrachtet und begutachtet. Die Rassen Saanen, Appenzeller, Toggenburger, Gemsfarbige, Bündner Strahlen, Nera Verzasca, Pfauen, Buuren, Stiefelgeissen und Kupferhalsziegen stellten sich den strengen Blicken der Preisrichter. Ausserhalb der Konkurrenz war ein Walliser Schwarzhalsgitzi (einziges Tier dieser Rasse).

Richter Friedauer kam gut an

Bei der Begutachtung und Wahl der Rassensiegerinnen am Sonntag fiel insbesondere Preisrichter Peter Friedauer aus Eichberg auf, weil er den Fokus bei seinem Kommentar bzw. seiner Wahl jeweils im Zusammenhang zur Rasse brachte und so differenziert seinen Entscheid begründete. Damit zeigte er ein sensibles Gespür – immer unter Berücksichtigung der zu beurteilenden Rasse. Das kam bei den Zuhörern gut an. Dass er beispielsweise die berggängige, lebhafte und leichtfüssige Stiefelgeiss aus einem anderen Blickwinkel beurteilt als beispielsweise die robuste, kräftige Ziege der Rasse Nera Verzasca, leuchtete auch den Laien ein, die gut zuhörten – allein schon aufgrund der urteilssicheren Begründung des Preisrichters.

Alles in allem waren in Sargans sehr schöne Zuchttiere zu bewundern, sowohl bei den Ziegen wie auch bei den stattlichen Ziegenböcken. Am Sonntag konnten sich die Organisatoren und Züchter über einen gutbesuchten Markt freuen.

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