Zu warm für Skisaison-Start

Die Wetterprognosen sagen für die kommenden Tage in den Bergen «sehr mildes Wetter» voraus. An einen Saisonstart ist deshalb in den Skigebieten vorläufig nicht zu denken.

Katharina Rutz
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REGION. «Sobald es schneit, beginnt im Toggenburg an den Wochenenden die Skisaison», sagt Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus. «Wir sind bereit.»

Zu wenig Schnee

Das Wetter ist es leider (noch) nicht. Schnee hat es nur sehr wenig. Die Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus, Malbun und Flumserberge bezeichnen das spärliche Weiss als «nichts». Ausserdem ist es viel zu warm, um ernsthaft mittels Schneekanonen zu beschneien. An eine Pistenpräparation ist unter diesen Voraussetzungen nicht zu denken. Der Saisonstart auf Malbun hängt ebenfalls vom Schneefall ab. Der reguläre Start ist aber für das Wochenende vom 6. bis 8. Dezember geplant. «Wir starten zum verlängerten Wochenende mit dem Feiertag Maria Empfängnis», sagt Rainer Gassner, Geschäftsführer der Bergbahnen Malbun. Ab 13. Dezember ist der tägliche Betrieb vorgesehen. Allerdings liegt auf den Malbuner Pisten zurzeit nur gerade 15 Zentimeter Schnee. Wie im Toggenburg lassen sich also auch im Malbun keine Pisten präparieren.

Auf den Flumserbergen wartet man ebenfalls sehnlichst auf den Winter. «Wir haben nachts bereits einige Versuche der künstlichen Beschneiung in den oberen Lagen gestartet, aber das Resultat ist noch nicht nennenswert», sagt Heinrich Michel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bergbahnen Flumserberg. Und obwohl es auch weiss aussehe, denke man noch nicht über die Saisoneröffnung nach. Sobald genügend Schnee liegt, ist man aber auch in den Flumserbergen bereit.

Keine Schlechtwetter-Karte

Über flexible Ticketpreise, wie dies in Flims-Laax-Falera in Graubünden bereits eingeführt wurde, hat man hierzulande zwar auch schon diskutiert. Die Idee wurde aber wieder verworfen. Denn: «Es ist schwer, schlechtes Wetter zu definieren», sagt Rainer Gassner von den Bergbahnen Malbun. Flims-Laax-Falera bietet flexible Ticketpreise im Internet an. Das Modell lehnt sich an jenes von Flugtickets an und soll helfen, die Kapazitäten besser auszulasten, wie Blick.ch online schreibt. Schönes Wetter wird also teurer verkauft als schlechtes Wetter. Weder die Bergbahnen Malbun, noch Flumserberge oder Toggenburg planen allerdings eine solche Schlechtwetter-Tageskarte einzuführen. In Malbun gibt es bereits verschiedene Tarife für die Haupt- und Nebensaison und in den Flumserbergen werden die Tarife entsprechend der offenen Anzahl an Anlagen festgelegt. «Wenn von 18 Anlagen nur 10 in Betrieb sind, gibt es beispielsweise 30 Prozent Rabatt», so Michel.