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Zu früh aus Winterschlaf erwacht

Auch im aktuellen, milden Winter haben einige Jung-Igel schon im Januar den Winterschlaf abgebrochen und ihren Unterschlupf verlassen. Meistens sei eine Zufütterung lebensnotwendig, sagt Pia Albrecht von der Igelstation Mels.
Thomas Schwizer
Pia Albrecht Leiterin Igelstation Mels (Bild: pd)

Pia Albrecht Leiterin Igelstation Mels (Bild: pd)

REGION/MELS. «Uns wurden schon im Januar sehr schwache, junge Igel gebracht, die zu früh aus dem Winterschlaf erwacht sind»: Das bestätigt Pia Albrecht, Leiterin der Igelstation in Mels. Seit dem Jahr 2006 betreibt sie hier mit grossem Engagement eine Notauffangstation für verletzte oder kranke Igel, die ohne Hilfe nicht überleben würden. Dabei wird sie von freiwilligen Helferinnen unterstützt.

Vor allem Jung-Igel wachen auf

Die meisten sind Jungtiere, die sich zu wenig Fettreserven für den Winter angefressen hatten, teils den Winterschlaf gar nicht begonnen haben. Die fünf Igelstationen in der Ostschweiz, die vom Verein Igelfreunde unterstützt werden, pflegen die «Patienten» in Freiwilligenarbeit gesund, bis sie wieder ausgesetzt werden können. Derzeit betreut die Igelstation in Mels 16 pflegebedürftige Tiere – teilweise mit Medikamenten, aber insbesondere durch Zufütterung.

In anderen Wintern mussten Pia Albrecht und ihr Team deutlich mehr Igel betreuen. Sie freut sich darüber, dass die Zahl abgenommen hat. Denn viele Privatpersonen würden sich persönlich engagieren und sich dort um die geschwächten Igel kümmern und sie füttern, wo ihr Lebensraum sei. Ohne menschliche Hilfe würden sie in der winterlichen Natur nicht genügend Nahrung finden, um zu überleben. Personen, welche schwache Igel finden, könnten bei Pia Albrecht oder bei der Igelberatungsstelle (siehe Zweittext) Beratung holen, ob Massnahmen bei einem Tier nötig sind – und wenn ja, welche. Die «Igel-Mama» windet der sensibilisierten Bevölkerung in den Regionen Sarganserland und Werdenberg ein Kränzchen. «Igel sind Wildtiere, und es ist für sie am besten, wenn sie in ihrem Lebensraum bleiben können», betont sie.

«Avocado»-Form heisst gesund

Doch nicht jeder Igel, der während des Winters im Freien entdeckt wird, braucht eine Zufütterung. Vereinzelt erwachen auch gesunde Tiere kurzzeitig aus dem Winterschlaf. Sind sie gesund und kräftig («Avocado»-Körperform), können sie ohne menschliche Hilfe überleben.

Jung-Igel, die den Winterschlaf abbrechen, haben oft zu wenig Fettreserven und sind ausgehungert. Dann ist eine Zufütterung nötig. (Bild: Reto Martin)

Jung-Igel, die den Winterschlaf abbrechen, haben oft zu wenig Fettreserven und sind ausgehungert. Dann ist eine Zufütterung nötig. (Bild: Reto Martin)

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