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Ziel: Die beste Ski-Produktion aller Zeiten

Benis Olympia-Tagebuch
Beni Giger
Hannes Trinkl, Beni Giger und Bernhard Russi in Pyeongchang (von links). (Bild: PD)

Hannes Trinkl, Beni Giger und Bernhard Russi in Pyeongchang (von links). (Bild: PD)

Leider habe ich es nicht geschafft, ein Podest so zu bauen, wie ich es mir vorgestellt habe. Das bedeutet fünf Stunden Arbeit für die Katze. Eine Gruppe Russen, die ich aus Sotschi kenne, haben mir geholfen, ein Sicherheitsnetz so zu platzieren, dass ich darüber sehe. Das ist voll cool, denn jetzt bekomme ich das Bild, das ich will.

Ich finde es spannend, wie viele Kulturen hier aufeinander treffen. Unser Chef auf dem TV-Compound kommt von Australien, die eingesetzte Kabeltruppe ist deutsch. Die Glasfaser-Stecker werden von Griechen montiert. Der Chef-Stromer kommt von den Philippinen. Ein Produzent ist aus Deutschland, ein Logistiker aus Kanada, ein Venue-Manager aus Amerika. Ein Logistik Assistent wohnt auf Korfu und er schafft es, bei minus 20 Grad von seiner Insel zu sprechen. Und der Chef-Techniker ist Holländer, der zum Glück immer im Tal ist, denn er fährt nicht Ski. Wir Schweizer sind mit Welschen und Tessiner Kollegen auch dreisprachig aufgestellt. Dazu kommen Leute, die fix für Olympia arbeiten. Sie ziehen alle zwei Jahre von Sommer- zu Winterspielen und dann wieder zu Sommerspielen.

Leider sind die defekten Glaskabel noch nicht repariert. Ich habe geschaut, wie die Techniker die Stecker montieren. Die Arbeit braucht 100 Prozent Genauigkeit und das bei minus 20 Grad.

Am Samstag habe ich am Slalomhang ein bekanntes Gesicht entdeckt. Das ist doch... Mikaela Shiffrin. Sie ist hier beim Training. Nicht auf dem Slalomhang, aber direkt daneben auf einer Piste. Auch wenn ich privat auf einen Erfolg von Wendy Holdener hoffe, werde ich den Slalom wie alle anderen Rennen auch zu 100 Prozent neutral für alle Länder gleich produzieren.

Mit Bernhard Russi auf der Piste

Leider mussten wir heute Sonntag mit einem Techniker ins Spital. Florian hat sich beim Aufbau die Schulter ausgerenkt. Nach etwa 40 Minuten Fahrt wurde er im Spital bestens und hoch professionell betreut. Er musste eine Narkose über sich ergehen lassen, um die Schulter wieder einzurenken. Jetzt ist alles wieder okay. Wir haben entschieden, dass Florian noch hier in Korea bleibt. Am Dienstag wird er ein MRI machen und dann werden wir sehen, wie es weiter geht. Ich hoffe, dass er bleiben kann und wie geplant am Tonpult den Ton mischt.

Heute konnte ich zusammen mit dem ehemaligen Skirennfahrer Hannes Trinkl den Kurs anschauen. Hannes setzt die Tore und ich bringe dann meine Wünsche an. Aber Hannes hat das letzte Wort, denn er ist verantwortlich für die Sicherheit. Ich versuche, meine Kameraleute möglichst nahe an der Strecke zu positionieren und dabei natürlich immer die Sicherheit für die Kameraleute und für die Fahrer zu gewährleisten. Die russischen Helfer setzen die Sicherheitsmatten vor die Kameras, anschliessend installieren die Monteure die Kamerakabel. Auch dies bedeutet wieder viel Arbeit für meine Leute. Ich kann mich aber auf meine Jungs verlassen und zusammen arbeiten wir auf ein Ziel: die beste Ski-Produktion aller Zeiten.

Bei der Kurssetzung ist auch Bernhard Russi dabei, er hat ja den Kurs konzipiert. Er bespricht mit Hannes jede Kurve und jeder Sprung. Das ist auch für mich hilfreich, denn ich muss die besten Stellen ins Fernsehen bringen. Ich arbeite gerne mit Bernhard zusammen, denn er ist in vieler Hinsicht ein grosses Vorbild. Von ihm könnte ich jeden Tag etwas lernen.

Beni Giger

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