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Zeugen des Genozids an den Armeniern

Die Aufzeichnungen des Werdenberger Ehepaars Clara und Fritz Sigrist-Hilty zum Armenien-Genozid im Ersten Weltkrieg sind in Buchform erschienen. Gestern Abend wurde das Buch präsentiert.
Reto Neurauter
Sind betroffen darüber, was Clara und Fritz Sigrist-Hilty über den Genozid an den Armeniern schreiben (von links): Verlagsleiter Erwin Künzli, Autorin Dora Sakayan und Hans Jakob Reich, Redaktionsleiter Werdenberger Jahrbuch. (Bild: Reto Neurauter)

Sind betroffen darüber, was Clara und Fritz Sigrist-Hilty über den Genozid an den Armeniern schreiben (von links): Verlagsleiter Erwin Künzli, Autorin Dora Sakayan und Hans Jakob Reich, Redaktionsleiter Werdenberger Jahrbuch. (Bild: Reto Neurauter)

Die Stadt Aleppo steht derzeit im Fokus des Syrien-Konflikts. Vor 100 Jahren war sie wichtigste Schnittstelle der Deportationsrouten des Völkermordes an den Armeniern. Von 1915 bis 1918 mussten Clara und Fritz Sigrist-Hilty in ihrem Haus in Keller/Fevzipasa (nahe Aleppo) ansehen, «wie der Durchzug der Armenier kein Ende nimmt und so manche Lichtlein unten in felsig steiler Schlucht erloschen», während sie oben in ihrem abgelegenen Häuschen ihren Alltag lebten und in ihrem «heimeligen Stübli» das Familienglück genossen.

Gestern fand unter dem Patronat der Redaktion Werdenberger Jahrbuch die Präsentation von Dora Sakayans Buch «Man treibt sie in die Wüste» statt, erschienen im Limmat-Verlag.

Die 85jährige Autorin Dora Sakayan – in Saloniki als Kind armenischer Flüchtlinge geboren – forscht in den Bereichen germanistische Linguistik und Armenologie. Sie hat den «Teilnachlass Fritz und Clara Sigrist-Hilty», den Rudolf Sigrist-Clalüna, einer der Söhne des Ehepaars, 2005 der ETH Zürich zur Verfügung gestellt hat, verarbeitet. Als Quelle diente Sakayan auch das 1970 erschienene Buch des Autors Haig Aramian, der einzige armenische Bauarbeiter bei der Bagdadbahn, dessen Leben Clara und Fritz Sigrist-Hilty retten konnten. 3

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