Zentrum für Labormedizin bleibt selbständig

ST. GALLEN. Der St. Galler Kantonsrat hat in der Junisession einen Prüfungsauftrag abgeschrieben, den er erst im Februar erteilt hat: Damit muss nun nicht mehr untersucht werden, ob und wie das Zentrum für Labormedizin in St. Gallen mit dem Spitalverbund fusioniert werden könnte.

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ST. GALLEN. Der St. Galler Kantonsrat hat in der Junisession einen Prüfungsauftrag abgeschrieben, den er erst im Februar erteilt hat: Damit muss nun nicht mehr untersucht werden, ob und wie das Zentrum für Labormedizin in St. Gallen mit dem Spitalverbund fusioniert werden könnte.

Der Antrag, auf die Prüfung einer Integration des Zentrums für Labormedizin in den Spitalverbund zu verzichten, wurde von Vertretern aller Fraktionen unterstützt. Im Februar sei ein erster Streichungsantrag mit 54 Nein- gegen 53 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen und 10 Abwesenden gescheitert, erklärte CVP-Kantonsrat Thomas Warzinek (Mels). Dies könne als Zufallsergebnis bezeichnet werden.

Das Zentrum für Labormedizin erhalte keine Staatsgelder, sondern liefere jährlich einen Gewinn von rund einer Million Franken ab. Das Zentrum habe Kunden ausserhalb von St. Gallen gesucht und gefunden. Es wäre ein Fehler, ein solches Erfolgsunternehmen in Frage zu stellen, so Warzinek.

Bei einer Eingliederung in den Spitalverbund würden diese Kunden wieder abwandern, argumentierte der CVP-Kantonsrat. Nur schon der Prüfungsauftrag für eine Fusion wirke sich aus und führe zu Verunsicherungen bei Mitarbeitern, Partnern und Kunden.

Diese Argumenten überzeugten den Rat: Er beschloss mit 88 gegen 15 Stimmen, den Prüfungsauftrag wieder zu streichen. (sda)

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