Zahl der Stellensuchenden sinkt deutlich

Hanspeter Thurnherr
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Am 14. Dezember soll das Hotel Hirschen in Alt St. Johann öffentlich versteigert werden. (Bild: Katharina Rutz)

Am 14. Dezember soll das Hotel Hirschen in Alt St. Johann öffentlich versteigert werden. (Bild: Katharina Rutz)

Die Zahl von 10363 Stellensuchenden bedeutet, dass im Vergleich zum September des Vorjahres 834 Personen (–7,4 Prozent) weniger gemeldet waren. Damit hat sich der Rückgang beschleunigt. Im Industriesektor beträgt der Rückgang sogar neun Prozent. Auch im Vergleich zum August sank die Zahl – um 161 Personen. Dies entspricht einem Minus von 1,5 Prozent.

Die Zahl der Stellensuchenden ist im Vorjahresvergleich in allen Wahlkreisen gesunken, am stärksten im Sarganserland mit 14,5 Prozent und im Werdenberg mit 12,5 Prozent. Damit ist der Rückgang stärker als im Kantonsmittel. Dieses beträgt –7,4 Prozent.

Nur Wartau im Werdenberg mit Anstieg

Allein gegenüber August sank die Zahl im Werdenberg um 5 Prozent, von 751 auf 713 Personen. In fünf der sechs Gemeinden wurden weniger Stellensuchende gezählt. Einzig in Wartau nahm die Zahl leicht zu. In absoluten Zahlen war der Rückgang in Buchs (–16 Personen) am stärksten. In Prozenten (–14 Prozent) verbesserte sich die Situation in Gams am deutlichsten. Absolut sind es 8 Personen.

Im Vorjahresvergleich betrug die Abnahme im Kreis Toggenburg nur 3,8 Prozent. Von 783 auf 753 sank die Zahl der Stellensuchenden. Damit bildet das Toggenburg das kantonale Schlusslicht.

In Wildhaus-Alt St. Johann musste im Vergleich mit dem Vor- monat August ein Anstieg ­verzeichnet werden, von 23 auf 25 Stellensuchende. Die oberste Toggenburger Gemeinde ent­wickelte sich seit April gegen den Trend. Während die Zahl der Stellensuchenden im Werdenberg über die Frühlingsmonate anstieg und seit Juli wieder sinkt, halbierte sich in Wildhaus-Alt St Johann die Zahl im Frühling, ehe sie ab Juli wieder anstieg.

Industrie mit stärkerer Abnahme

Die Abnahme im Vorjahresvergleich ist im Kanton im Industriebereich stärker als im Dienstleistungssektor. Elektrotechnik, Elektronik, Uhren, Optik sowie die metallverarbeitende Industrie verzeichnen Rückgänge von mehr als zwanzig Prozent. Im Dienstleistungssektor weist der Detailhandel eine Zunahme auf. Grosshandel, Transport, Informatik verzeichnen einen Rückgang. Im Gastgewerbe sind die Werte nahezu unverändert.

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch