Zäher Kampf gegen Impfmuffel in Spitälern

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Grippe Nur eine Minderheit des Gesundheitspersonals lässt sich impfen. Jetzt will der Bund mit einer Studie herausfinden, warum das so ist.

Nur ein kleiner Teil jener, die in Kontakt mit Patienten kommen, sind geimpft. In Zürcher Krankenhäusern etwa waren es in dieser Saison 27 Prozent. Ähnlich sehen auch die Zahlen in anderen Schweizer Spitälern aus. Und das, obwohl das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Grippeimpfung empfiehlt und vor einigen Jahren gar eine Impfquote von 70 Prozent für das Spitalpersonal ausgerufen hatte. Für Christoph Berger, den Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, ist klar: Die Zahl der geimpften Angestellten im Gesundheitswesen ist «eindeutig zu tief».

Erkenntnisse aus Studie sollen Personal umstimmen

Gerade das Pflegepersonal sträubt sich häufig gegen eine Impfung; bei den Ärzten ist die Quote im Vergleich dazu höher. Mit einer Studie will das BAG dies nun ändern. Im Rahmen der Nationalen Strategie Impfungen will es herausfinden, was das Gesundheitspersonal über die Impfungen weiss – und wie es zu ihnen steht. Die Erkenntnisse sollen beim Erarbeiten neuer Massnahmen zur Sensibilisierung der Angestellten in den Schweizer Spitälern helfen. (mbu)17