Wolf reisst erstmals Schafe im Werdenberg

REGION. Am Samstag war es soweit: Die Mitglieder des Schafzuchtvereins Wartau läuteten das Ende der Alpsaison ein und trieben beim Sammelpunkt im Tobel bei Gretschins die rund 150 Schafe zusammen, die den Sommer auf der Schaneralp verbringen durften.

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Der Wolf ist offenbar hungrig. (Symbolbild: Markus P. Stähli)

Der Wolf ist offenbar hungrig. (Symbolbild: Markus P. Stähli)

REGION. Am Samstag war es soweit: Die Mitglieder des Schafzuchtvereins Wartau läuteten das Ende der Alpsaison ein und trieben beim Sammelpunkt im Tobel bei Gretschins die rund 150 Schafe zusammen, die den Sommer auf der Schaneralp verbringen durften. Doch beim Zählen der Tiere musste festgestellt werden, dass acht fehlten. Die Herde wurde während des Alpsommers regelmässig kontrolliert und war stets vollzählig. Deshalb benachrichtigten die Schafzüchter umgehend den Wildhüter, denn sie vermuteten einen Raubtier-Angriff.

Tote und verletzte Schafe

Zwei Schafe sind am Samstag mit Bissen schwer verletzt ins Tal gekommen und mussten geschlachtet werden. Bei einer Suchaktion tags darauf fanden sie vier frische Schafkadaver, die in der Nacht auf Samstag dem Wolf zum Opfer gefallen sein müssen. Von vier Tieren fehlt bis jetzt jede Spur. Auch die Alpen Sisiz am Buchserberg und Altsäss bei Sevelen sind betroffen. Gemäss den Verantwortlichen wurden auf Sisiz zwei tote Schafe gefunden, die zwischen Mittwoch und Freitag gerissen wurden. Auf der Alp Altsäss ist von einem betroffenen Lamm die Rede. DNA-Proben zur Identifizierung wurden genommen und werden derzeit untersucht, vermutet werde aber der Wolf.

Amt bestätigte die Fälle

Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons bestätigte gestern, dass sieben gerissene und drei von Bissen verletzte Schafe im besagten Gebiet gemeldet wurden. Die zuständigen Personen der noch bestossenen Alpen wurden orientiert. Ihnen wird empfohlen, die Schafe abzuziehen. (ch)