Witzig-frecher Start ins neue Jahr

Ein ökumenischer Gottesdienst mit Gesang und Musik von Peter Roth, Gedanken von Schülern zu Vergangenheit und Zukunft von Grabs, witzig-freche Lieder von singa-pur: All dies enthielt die Neujahrsbegrüssung in Grabs.

Hanspeter Thurnherr
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Die vereinigten Grabser Chöre und das Instrumental-Ensemble sangen und spielten Musik von Peter Roth.

Die vereinigten Grabser Chöre und das Instrumental-Ensemble sangen und spielten Musik von Peter Roth.

GRABS. Der ökumenischen Gottesdienst (siehe Frontseite) war gesanglich und musikalisch ein besonderer Leckerbissen. Die vereinigten Grabser Chöre (Gemischt-Chor, Evangelischer Kirchenchor, Männerchor) unter der Leitung von Regula Gschwend und begleitet durch ein Instrumental-Ensemble sangen Teile aus der Cantate «Gott, in Dir ist Licht und Nacht» von Peter Roth. Diese bodenständige und teilweise lüpfige Musik stimmte hervorragend auf die von Ernst Frehner gekonnt moderierte Neujahrsbegrüssung ein.

Singen mit Witz und Gestik

Kaminfegermeister Paul Grässli eröffnete diese stilecht und überbrachte die Glückwünsche zum 2014. Ein erstes Müsterchen der einheimischen A-cappella-Gruppe singa-pur liess die fröhliche Stimmung gleich nochmals um ein paar Stufen ansteigen. Ihre witzigen Songs und Lieder unterstrichen die fünf Damen und vier Herren mit passenden, humorvollen Gesten und brachten so die Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln und Lachen.

In seiner Rede umriss Gemeindepräsident Rudolf Lippuner die Ziele des Jubiläumsjahres. Identitätsstiftend und das Gemeinschaftsgefühl stärkend soll es werden. In einer scheinbar sich immer schneller drehenden Welt, die mit Information überflutet ist, wünsche er sich, dass man vermehrt die Probleme mit- statt gegeneinander löse und dass wir unsere Zukunft gemeinsam in Offenheit, Ehrlichkeit und Respekt in Angriff nehmen.

Schüler als «Festredner»

Für einen speziellen Höhepunkt sorgten sechs Mädchen und zwei Buben der Grabser Oberstufenklassen von Uli Rutz und Jörg Tschirky. Im Vorfeld aufgefordert, ihre Gedanken zu Vergangenheit und Zukunft von Grabs zu formulieren, entstanden 38 Reden. Doch wie bringt man das auf die Bühne? Die Lösung war verblüffend. Zum Auftakt lasen alle acht Schüler ihre Rede gleichzeitig. Klar, dass dieses Ansprache-Chaos nicht zu verstehen war. Also versuchten sie einen geordneten Auftakt mit Musik. Doch weil jedes andere Songs bevorzugt, entstand nur eine Kakophonie. Erst beim Einzelvortrag herrschte Klarheit.

Dann schlüpften die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Rollen, um Kritik an Behörden und an den Entwicklungen von Dorf und Welt zu formulieren und ihre Wünsche und Hoffnungen vorzutragen. Etwa, wenn sie sich vorstellten, wie die Gemeinde Grabs aussehen wird, «When I'm 64». Dass sich ausgerechnet die Ausländerin wünscht, die Grabser «Ureinwohner» mögen nicht aussterben, ist nur ein Beispiel, wie die Schüler Witz und Tiefgang zu verknüpfen wussten.

Vertreter von fünf Religionsgemeinschaften tragen die Fürbitten vor. (Bild: pd)

Vertreter von fünf Religionsgemeinschaften tragen die Fürbitten vor. (Bild: pd)

Die Schülerinnen und Schüler bei ihrer etwas anderen «Festrede».

Die Schülerinnen und Schüler bei ihrer etwas anderen «Festrede».

Die A-cappella-Gruppe singa-pur begeisterte mit ihren humorvollen Songs sowie passender Mimik und Gestik. (Bilder: Hanspeter Thurnherr)

Die A-cappella-Gruppe singa-pur begeisterte mit ihren humorvollen Songs sowie passender Mimik und Gestik. (Bilder: Hanspeter Thurnherr)