Wird Tinner Fraktionschef?

Beat Tinner tritt Ende Mai als Präsident der Vereinigung St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) zurück.

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AZMOOS. Der Rücktritt von Beat Tinner als «Präsident der Präsidenten» ist keine Überraschung – wenn man weiss, dass er nie ein Geheimnis daraus gemacht hat, dass er für die Mitglieder der Regierung drei Amtsdauern als Limite erachtet. «Die Regierung kennt meine Haltung», sagt er. Und fügt an: «Ich kann nicht von anderen etwas erwarten und dies selber nicht einhalten.»

Und so entschied er bereits für sich im Frühsommer: Zwölf Jahre sind genug. Er wolle nicht «als Fossil in die Geschichte» eingehen. Und. Die Interessen aller Gemeinden – von der kleinen ländlichen bis zur grossen städtischen – unter einen Hut zu bringen, sei «manchmal eine Herkulesaufgabe».

Tinner will noch weitere seiner zahlreichen Ämter und Aufgaben niederlegen. So wird er bei den Werdenberger Schlossfestspielen und der Seilbahn Palfries kürzertreten. Allerdings hat er auch einen neuen «Job» im Auge. Jenen des Fraktionschefs im Kantonsparlament. Er sei angefragt worden – «wie andere wohl auch». Die Anfrage sei «ein weiterer Auslöser» gewesen, seinen Rücktritt als VSGP-Präsident rechtzeitig zu kommunizieren. Denn für Beat Tinner ist klar: «VSGP-Präsident und Fraktionschef geht nicht.»

Beat Tinners Nachfolger oder Nachfolgerin wird an der Generalversammlung der VSGP Ende Mai gewählt. Das Amt ist an kein Parteibuch gebunden. Trotzdem gibt es eine Auflage: Der Nachfolger oder die Nachfolgerin sollte Mitglied im Kantonsparlament sein. (ht) ? DIE DRITTE

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