«Wir wissen, dass der Weg weit ist»

Postauto Ostschweiz hat auf eine Fahrgastreklamation reagiert. Die Fahrer sollen besser berücksichtigen, dass durch die Umbauten am Bahnhofplatz Passagiere beim Umsteigen länger brauchen.

Hanspeter Thurnherr
Merken
Drucken
Teilen
Der Railjet fährt im Bahnhof Buchs ein. Wird das Postauto warten? (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Der Railjet fährt im Bahnhof Buchs ein. Wird das Postauto warten? (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Ein W&O-Leser beklagte sich kürzlich in einem Mail, das auch unserer Zeitung vorliegt, bei Postauto Ostschweiz. Ihm sei der Bus an der provisorischen Bushaltestelle Süd «sprichwörtlich vor der Nase» weggefahren. Der Fahrer habe nicht geschaut, ob noch jemand einsteigen wolle. «Mittlerweile habe ich vernommen, dass es anderen ÖV-Benutzern an dieser provisorischen Haltestelle gleich ergangen ist», heisst es im Mail. Gekommen war der Fahrgast vom Railjet, der in Buchs fahrplanmässig zur Minute 48 eintrifft. Fünf Minuten bleiben im Idealfall also Zeit, um vom Gleis vier zur Haltestelle ganz ans südliche Ende des Bahnhofs zu gelangen. Denn zur Minute 53 fährt das Postauto Richtung Toggenburg fahrplanmässig ab.

Das Problem mit den Fahrern besprochen

«Wir haben die Situation erkannt und wissen, dass der Weg für die Umsteiger weit ist. Das andere Problem sind Verspätungen des Railjet. Wir können nicht 10 oder 15 Minuten warten», sagt Markus Winiger, Leiter Betrieb bei Postauto Ostschweiz, auf Anfrage. Wie er weiter erklärt, erhält der Fahrer die Meldung auf den Bildschirm am Armaturenbrett, wann er abfahren darf. In der Regel darf er bei Verspätungen drei bis fünf Minuten zuwarten, beim letzten Kurs am Abend sogar zehn Minuten.» Länger zuwarten könne man nicht, weil das Postauto auch in Grabs und Gams Anschlüsse an Busse von Bus Sarganserland-Werdenberg herstellen müsse. Der konkrete Fall sei bei einer Fahrerinformation diskutiert und die Fahrer angewiesen worden, zwingend auf den Bildschirm zu schauen.

Bis jetzt keine negativen Meldungen sind bei Rheintalbus (RTB) und Bus Sarganserland-Werdenberg (BSW) eingetroffen. «Der Wechsel auf den provisorischen Betrieb ist überraschend gut verlaufen», sagt Hans Koller, Leiter Markt bei RTB und BSW. Probleme könne es am ehesten bei der Durchbindung der beiden Linien 300 (Altstätten–Buchs) und 400 (Buchs–Sargans) sowie bei der Linie 401 (Ortsbus Buchs-Grabs) geben.

Das heisst: Busse, die auf der jeweils anderen Linie oder Schlaufe weiterfahren, müssen von der Haltestelle Nord zur Haltestelle Süd oder umgekehrt wechseln. Weil der Bahnhofplatz gesperrt ist, müssen sie durch die Technikumstrasse fahren. Hans Koller: «Hier kann es wegen parkierter Autos eng werden. Deshalb sprechen sich unsere Chauffeure per Funk ab, damit nicht zwei Busse in dieser Strasse kreuzen müssen.»