«Wir sind auf solidem Weg»

Nachgefragt

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Nach der Playoff-Qualifikation ziehen Flavio Freuler (WM-Zehnter 2017) und Mike Rüegg, sportlicher Leiter, eine Bilanz über das Abschneiden in der Quali­fikationsrunde und beurteilen die Chancen im Halbfinal.

Gratulation zum Sieg gegen Weinfelden und der damit verbundenen Halbfinal­qualifikation. Wie bewerten Sie den bisherigen Verlauf der Saison?

Mike Rüegg: Die bisherige Saison ist bis auf die Niederlagen gegen Brunnen planmässig verlaufen. Die Doppellizenzen von vier RCOG-Ringern fordern jedoch bei jeder Aufstellung Finger­spitzengefühl, um zum einen den Ringern die wichtigen Einsätze in der obersten Liga zu ermöglichen und zum andern die Kämpfe auch ohne sie zu gewinnen. Wir sind auf einem soliden Weg, brauchen aber sicher noch weitere Nachwuchskräfte.

Flavio Freuler: Bis auf die Kämpfe gegen Brunnen lief alles nach unseren Vorstellungen. Vor allem im Rückkampf gegen den Leader merkte man, dass wir ein zu kleines Kader haben, um Ausfälle von Ringern wie beispielsweise Dominik Laritz und Sergiy Sirenko zu verkraften.

Was macht die Mannschaft im Vergleich zur misslungenen letzten Saison besser?

Mike Rüegg: Wir sind konstanter. Unsere Siegringer können schweizweit jeden Gegner be­siegen. Genauso wichtig ist aber auch, dass wir weniger Kämpfe mit der Maximumwertung verlieren. Das gesamte Kader ist ­robuster und reifer geworden. Die Vielseitigkeit der Aufstellung mit den Doppellizenz-Ringern trägt den Rest dazu bei.

Flavio Freuler: Ja, die Mannschaft wird immer konstanter, und entscheidend sind vor allem die weniger hoch ausgefallenen Niederlagen.

Wie lautet Ihr kleiner Ausblick auf den weiteren Ligaverlauf?

Mike Rüegg: Der Playoff-Gegner Martigny ist sehr schwierig einzuschätzen. Die Richtung stimmt, und die Ringer sind motiviert, in den Final vorzustossen. Der RCOG wird alles daran setzen, dieses Zwischenziel zu erreichen. Den unfallbedingten Ausfall von Flavio Freuler in der Mannschaft zu kompensieren spielt dabei ­sicher eine wichtige Rolle.

Flavio Freuler: Martigny ist vor allem dank der ausländischen Verstärkung stark. Wenn jeder Ringer wie bisher sein Bestes gibt, sollte die Finalqualifikation realistisch sein.