«Wir bewerben die gleichen Gäste»

Björn Caviezel, CEO von Heidiland Tourismus AG, stellte einleitend dar, wie dramatisch die Entwicklung bei den Logiernächten seit 2012 verlief: Von 430 000 auf 370 000 Übernachtungen, also rund 5 bis 8 Prozent pro Jahr.

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Björn Caviezel, CEO von Heidiland Tourismus AG, stellte einleitend dar, wie dramatisch die Entwicklung bei den Logiernächten seit 2012 verlief: Von 430 000 auf 370 000 Übernachtungen, also rund 5 bis 8 Prozent pro Jahr. «60 000 Personen weniger in der Region, das spüren auch die Gastrobetriebe und das Gewerbe.» Im Januar dieses Jahres sei der Rückgang sogar rund 15 Prozent.

Weltweit boome die Reiseindustrie. Aber im Alpenraum herrsche ein harter Verteilkampf. Das Gästeverhalten habe sich verändert. Weniger Personen kommen aus dem Euro-Raum, weniger auch aus dem Heimmarkt. «Der Eurokurs brachte vieles an die Oberfläche, was latent da war», stellte Caviezel fest und präzisierte: teure Produktionsfaktoren, (zu) kleine Betriebe, geringe Rentabilität verunmöglichen nötige Investitionen. Sein Fazit: «Wir sind auf die Schweizer und deutschen Gäste angewiesen. Wir müssen sie zurückgewinnen.»

Chancen sieht er durch die vorhandenen Attraktionen (Tamina Therme, Kletterturm, Rodelbahn, Bikestrecken, Taminaschlucht, Wein, Walensee, hochstehende Gastronomie). Im Marketing müsse die Region selbstbewusst auftreten, auf zugkräftigen Angebote bauen, Zielgruppen präzise ansprechen, Marketingmittel durch Partnerschaften multiplizieren. Seine Organisation biete dazu konkret Hand. Denn: «Unter dem Strich bewerben wir die gleichen Gäste.» (ht)