«Wir bekämpfen sie intensiv»

«Die SBB reden das Problem schön», W&O vom 24. Oktober

Walter Götti Co-Präsident Umweltgruppe Wartau Profasonweg 1, Fontnas
Drucken
Teilen

«Die SBB reden das Problem schön», W&O vom 24. Oktober

Der Beitrag über die wuchernden Goldruten in der Montagsausgabe spricht mir aus dem Herzen. Wir, die Umweltgruppe Wartau, bekämpfen diese fremde Pflanze in vielen Arbeitsstunden, vor allem in den wertvollen Magerwiesen im Wartau, wo sie begonnen hat, inselartig dichte Bestände zu bilden. Die Bekämpfung zeigt durchaus Wirkung, wird aber zunichte gemacht, wenn von aussen immer wieder neue Samen eingeflogen kommen. Dabei ist der Bahndamm eine der Ursachen neben privaten Gärten oder ungepflegten Acker-, Wiesen- und Wegrändern. Man mag die Goldruten auch schön finden. Weil sie aber von unseren Tieren kaum gefressen werden, breiten sie sich invasiv aus und bedrohen seltene einheimische Pflanzen vor allem in Naturschutzgebieten.

Das Allerwichtigste zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung ist, dass wir die Samenbildung stoppen. Die Pflanzen müssen spätestens nach der Blüte vor der Samenbildung geschnitten und die Samenstände dem Kehricht übergeben werden. – Keine Kompostierung, weil sich Samen noch im abgeschnittenen Zustand bilden können. Zur Verminderung oder Ausrottung der Bestände sollten die Pflanzen zwei- bis dreimal pro Sommer geschnitten oder ausgerissen werden.

Wichtig wäre, dass alle Verantwortlichen, Landbesitzer oder Pächter, seien es SBB, Strassenunterhaltsdienste, Landwirte und Private ihren Teil zur Bekämpfung der standortfremden Pflanzen beitragen. Wer sich eigenhändig in den Naturschutzgebieten engagieren möchte, ist sehr willkommen bei der Umweltgruppe Wartau. In Gemeinschaft macht die Arbeit in der Natur mehr Spass.