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WILDHAUS: «Volles Haus» im Puppentheater

Das Märchen aus 1001 Nacht, «Aladin und die Wunderlampe», begeistert die Besucher der nachmittäglichen Puppentheater-Aufführung. Zur Premiere waren alle Plätze besetzt.
Adi Lippuner
Szene aus dem Stück «Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde» von Joao Bethencourt. (Bild: Adi Lippuner)

Szene aus dem Stück «Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde» von Joao Bethencourt. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

Die Aufführungen des Wildhauer Puppentheaters gehören zum Winter wie Sonne, Schnee und blauer Himmel. Darin waren sich die erwartungsfrohen grossen und kleinen Besucher der Nachmittagspremiere am Freitag einig. «Gell Mami, wir haben uns schon lange auf diese Aufführung gefreut,» so ein aufgewecktes Mädchen kurz bevor der Vorhang der Puppenbühne geöffnet wurde. Und Bruno Anderhalden, Präsident des Vereins Puppentheater Wildhaus machte die Premierenbesucher darauf aufmerksam, dass diesen Winter die 40. Saison im Rietlistall gespielt wird.

Der Nachmittag gehört jeweils dem Nachwuchs mit Begleitpersonen. Kinder, Eltern und Grosseltern liessen sich die besondere Atmosphäre, welche im kleinen Puppentheater herrscht, nicht entgehen. Rund 40 Plätze, die Kinder vorne, die Erwachsenen in den hinteren Reihen freuten sich auf ein Märchen, das Spannung, aber auch wundersame Erlebnisse bietet. Quittiert wurde die gelungene Premiere mit lange anhaltendem Applaus und wer wollte, durfte einen Blick auf die Bühne und hoch zu den Frauen, welche die Puppen an langen Fäden führen, riskieren.

Die Gutgläubigkeit wird ausgenutzt

Wie in einem Märchen üblich, gibt es gute und böse Akteure. Bei der aktuellen, orientalischen Aufführung verkörpert der Zauberer, der behauptet ein Onkel von Aladin zu sein, das Böse. Einzig der sprechende Papagei durchschaut das ungute Spiel, doch Aladin und seine Mutter hören nicht auf den gefiederten Freund. Ihr Vertrauen und die Gutgläubigkeit werden schamlos ausgenutzt.

So kommt es, wie es kommen muss: Aladin wird in die Wüste gelockt, dann in einer verlassenen Höhle zurückgelassen und kommt dank der Wunderlampe zu enormem Reichtum und damit auch zur Erfüllung seines grössten Wunsches. Mehr sei an dieser Stelle über das Märchen nicht verraten. Denn beim Wildhauser Puppentheater geht es nicht nur um den Inhalt der Geschichte, sondern auch um die gekonnte Umsetzung mit Puppen, welche an Fäden geführt werden. Es ist die Herausforderung die zahlreichen Kulissenwechsel zu bewältigen und Bewegungen und Gesten der Puppen müssen ganz genau stimmen.

Unter der Regie von Heidi Himmelberger, in der Dialektbearbeitung von Elsbeth Feurer und Liseli Stricker und im aufwendigen Bühnenbild von Hans Schio wird ein Märchen aufgeführt, welches sowohl grosse als auch kleine Besucher zu begeistern vermag. «Die Atmosphäre im Rietlistall ist immer ganz speziell. In keinem anderen Puppentheater ist das Erlebnis so wie in Wildhaus,» betont ein Besucher. Er lasse sich deshalb möglichst keine Aufführung entgehen und wenn er diese mit seinem Enkel geniessen dürfe, sei das Glück perfekt.

Zu sehen ist «Aladin und die Wunderlampe» seit Mittwoch, den 3. Januar, bis am 21. März 2018 jeden Mittwoch um 14 Uhr. Platzreservationen für Vorstellungen sind bei Toggenburg Tourismus notwendig.

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