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WILDHAUS: Unermüdlich im Einsatz

Paul Krähemann ist seit 50 Jahren aktiver Samariter. Er hilft gerne und schätzt das intakte Vereinsleben. Nun ist er für die Wahl des «Samariters des Jahres» nominiert.
Paul Krähemann ist einer von fünf Anwärtern für den Titel «Samariter des Jahres». (Bild: PD)

Paul Krähemann ist einer von fünf Anwärtern für den Titel «Samariter des Jahres». (Bild: PD)

Damit hat Paul Krähemann nicht gerechnet: Der ehemalige Präsident des Samaritervereins Wildhaus-Alt St. Johann wurde wegen seines unermüdlichen Einsatzes für das Samariterwesen und die Mitmenschen zum «Samariter des Jahres 2017» nominiert. Ausschlaggebend für die Nomination waren gleich mehrere Punkte. Zum einen organisiert und koordiniert der 74-jährige Samariter seit Beginn des Open-Air den Sanitätsdienst, zum anderen leistete Paul Krähemann im vergangenen September einen ganz besonderen Einsatz.

Beim Brand der Zwinglipasshütte wurde der Samariter zur Sicherheit der Feuerwehrangehörigen per Helikopter zum Einsatzort geflogen. Dort stand er zusammen mit einem Kameraden für allfällige Zwischenfälle bereit. «Zum Glück kam es bei den Löscharbeiten zu keinem Ernstfalleinsatz für uns», zeigt sich Paul Krähemann erfreut. Weniger erfreulich war, dass der Helikopter die Helfer nach ihrem Einsatz wegen zu starkem Wind nicht mehr am Brandplatz abholen konnte. «Uns blieb nichts anderes übrig als mitten in der Nacht den rund zweistündigen Weg unter die Füsse zu nehmen. Dies war happig und eine Grenzerfahrung», erinnert sich Krähemann.

Über solche und andere Hilfeleistungen zu sprechen, liegt dem Samariter nicht. Viel lieber vermittelt er sein Fachwissen als Samariterlehrer seinen Vereinskameraden sowie den Kursteilnehmenden oder legt Hand an, wenn es etwas zu erledigen gibt.

Allgemeinheit einen Dienst erweisen

Krähemann ist ein Macher-Typ. Er spricht nicht lange über Herausforderungen, sondern packt sie an und sucht nach Lösungen. So hat er es beispielsweise geschafft, den ehemaligen Samariterverein Alt St. Johann ohne grosse Nebengeräusche in den Samariterverein Wildhaus zu integrieren und dadurch ein schlagkräftiges Team zu bilden, das harmoniert. Ein anderes Beispiel ist der Defibrillator. Anstatt ihn in einem Materialraum verstauben zu lassen, bis er bei Sanitätsdiensten wieder zum Einsatz kommt, hat er zusammen mit der Gemeinde eine Lösung gesucht, um das Gerät an einem öffentlich zugänglichen Ort zu platzieren. Denn nur so kann es Leben retten. «Mein Ziel ist es der Allgemeinheit einen Dienst zu erweisen», sagt Paul Krähemann und ergänzt beinahe nebenbei, «jemand muss es ja machen.» Ein «Müssen» sei es jedoch keinesfalls, korrigiert er sofort. Im Gegenteil: Die Samariterarbeit bereitet ihm Freude. Dies vor allem dank des intakten Vereinslebens und den Begegnungen mit Partnerorganisationen wie beispielsweise dem Rettungsdienst. Würde die Freude nicht vorherrschen, wäre Paul Krähemann wohl nicht bereits seit 50 Jahren aktiver Samariter.

Auszeichnung wird in Sennwald vergeben

In der langjährigen Samariter-Karriere hat Paul Krähemann viel Grosses und Kleines geleistet. «So wie andere Vereinsmitglieder. Ohne die Unterstützung guter Leute wäre dies gar nicht möglich», versucht Krähemann seine Verdienste zu schmälern. Er und vier weitere Finalisten haben am 10. März dank ihrem Engagement die Möglichkeit, sich den begehrten Titel des «Samariter des Jahres» zu sichern. Vergeben wird dieser bei einer öffentlichen Feier vom Samariterverband St. Gallen-Fürstentum Liechtenstein in der Kybun World in Sennwald.

Ursula Forrer, Präsidentin des Samariterverband St. Gallen-Fürstentum Liechtenstein, freut sich auf den Anlass: «Mit der Veranstaltung wollen wir den Samariterinnen und Samaritern danke für ihren Einsatz zu Gunsten der Allgemeinheit sagen und besondere Leistungen würdigen.» Dies allenfalls sogar mit dem Nebeneffekt, dass verdiente Samariter zu Vorbildern werden, die Nachahmer finden und so ebenfalls ihren Teil für das Gemeinwohl leisten. (pd)

Verleihung Samariter des Jahres am Samstag, 10. März, 16 Uhr, in der Kybun-World, Sennwald

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