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WILDHAUS: Tribut an eine legendäre Band

Fans der Zillertaler Schürzenjäger können am Open Air Wildhaus deren Hits, die von 1990 bis 1995 Tausende vor die Bühnen lockten, noch einmal hören. Marc Pircher wird sie mit vier weiteren Musikern spielen.
Beatrice Bollhalder
Die Band Rebellion im Zillertal 90–95 mit Marc Pircher (Mitte) wird am Open Air in Wildhaus alte Zeiten wieder aufleben lassen. (Bild: PD)

Die Band Rebellion im Zillertal 90–95 mit Marc Pircher (Mitte) wird am Open Air in Wildhaus alte Zeiten wieder aufleben lassen. (Bild: PD)

Beatrice Bollhalder

redaktion@toggenburgmedien.ch

Die Veranstalter des Wildhaus Open Air publizieren auf ihrer Homepage schon seit Monaten, welche Stars am Freitag, 7., und Samstag, 8. Juli auf der Bühne stehen. Dabei ist ein Name aufgefallen: «Rebellion im Zillertal 90–95». So mancher dürfte sich gefragt haben, was das für eine Band ist. Auch wer im Internet surfte, wurde nicht fündig. Vorgestern wurde die Katze nun aus dem Sack gelassen. Marc Pircher kam in die Schweiz, um am Abend im «Hofstadl» in Albertsch­wil bei Gossau aufzutreten. Vorgängig gab er an einer Pressekonferenz bekannt, wer sich hinter dem neuen Projekt versteckt.

Projekt zum 25-Jahr- Bühnenjubiläum

Der 39-jährige Musiker, der nicht zum ersten Mal nach Wildhaus kommt, war schon immer ein grosser Fan der Zillertaler Schürzenjäger. «Sie waren die Wegbe-reiter schlechthin für uns Zillertaler Musikanten», erinnert er sich an jene Jahre, in denen Peter Steinlechner und seine Männer noch Tausende von Fans an ihre Konzerte locken konnten, «rund 100000 Besucher waren es beispielsweise 1995 in Finkenberg». Auch Pircher ist mit «Sierra Madre», «Jodelautomat» und weiteren Hits der Zillertaler gross geworden.

«Mein grösstes Idol war immer der Peter Steinlechner», erzählt Marc Pircher. Dieser habe sich aber vor ein paar Jahren komplett aus dem Musikbusiness zurückgezogen und hätte mit den heutigen Schürzenjägern, die inzwischen den Musikstil verändert haben und auch nicht mehr in der Tracht auftreten, nichts mehr zu tun. Und da Pircher 2017 sein 25-Jahr-Bühnenjubiläum feiert und dabei auch ein Fernsehspecial geplant ist, wurde dieses Projekt gestartet. Die bekanntesten Lieder der Zillertaler Schürzenjäger, wie etwa der «Zillertaler Hochzeitsmarsch» oder «Logo-Logo» sollen noch einmal aufleben. Dafür hat sich Marc Pircher vier weitere Musiker ausgesucht, die mit ihm zusammen in den letzten Monaten die Hits der Zil-lertaler Schürzenjäger einstudiert haben.

Es wird live gespielt und gesungen

«Die Texte mussten wir nicht extra lernen, die sind alle noch in uns drin», lacht der Musiker. Auf die Frage, ob seine Fans denn in diesem Jahr auf Pirchers eigene Hits verzichten müssten, meint er schmunzelnd: «Nein, zuerst gibt es einen Auftritt nur von mir. Die Rebellion kommt dann zusätzlich». Das Tiroler Adlerwappen auf der Brust und die Stiefel waren das Kennzeichen der Zillertaler Schürzenjäger. Peter Steinlechner habe vor dreissig Jahren für sich und seine Kollegen spezielle Stiefel herstellen lassen. Da es in jenem Geschäft keine Maschine gab, mit der die gewünschten Stiefel hätten hergestellt werden können, habe Steinlechner kurzerhand eine solche beschafft, weiss Marc Pircher zu berichten.

Und nun sei er ins selbe Geschäft gegangen und habe den gleichen Wunsch geäussert. Da habe man die Maschine wieder in Betrieb genommen und erneut fünf Paar dieser Fussbekleidung hergestellt. Aber nicht nur die Tracht muss passen. Marc Pircher ist es wichtig, dass die Musik wie damals klingt. Dazu wird beim Auftritt in Wildhaus live gespielt und gesungen. Die grössten Hits der Bühnenprogramme von 1990 bis 1995 werden an jenem Freitagabend unter freiem Himmel noch einmal aufgeführt. Ein «Muss» also für alle, die schon damals mit den Zillertaler Schürzenjägern mitgefeiert haben.

Der einzige Auftritt der «Rebellion» in der Schweiz

Marc Pircher legt Wert darauf, dass die «Rebellion im Zillertal» keineswegs die noch aktiven Schürzenjäger ersetzen will, «andere covern die Gruppe Abba, wir halt die Zillertaler Schürzenjäger». Pro Jahr gibt es jeweils nur drei solcher Konzerte, das einzige in der Schweiz findet in Wildhaus statt. «Wir möchten, dass unsere Auftritte etwas Spezielles sind. Zudem machen alle Musiker in einer anderen Band mit. Es liessen sich darum kaum weitere Auftrittsdaten finden.» Mit diesem Spezialauftritt bedankt sich Pircher auf seine Weise bei Bruno Forster, der das Risiko auf sich nimmt und zum fünften Mal in Wildhaus ein Open Air auf die Beine stellt. «Ohne Macher wie Bruno Forster hätten wir Musikanten es schwer. Denn es gibt genug Leute, die lieber bremsen, als etwas zu wagen», lobt der Zillertaler Musiker den Drahtzieher des Wildhauser Anlasses.

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