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WILDHAUS: Preis für das solare Berggasthaus

Das Berggasthaus Gamplüt mit seinen unterschiedlichen Technologien zur Energieerzeugung wurde mit einem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet. Die Gamser Heizplan AG hat Anteil an drei prämierten Projekten.
Heini Schwendener
Das Berggasthaus Gamplüt in Wildhaus setzt auf eine Windturbine und Fotovoltaik. Die beiden Anlagen decken etwa 48 Prozent des gesamten Energiebedarfs. (Bild: Schweizer Solarpreis 2017)

Das Berggasthaus Gamplüt in Wildhaus setzt auf eine Windturbine und Fotovoltaik. Die beiden Anlagen decken etwa 48 Prozent des gesamten Energiebedarfs. (Bild: Schweizer Solarpreis 2017)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Gamplüt-Besitzer Peter Koller wurde von seinen Gästen auf den Solarpreis aufmerksam gemacht. «Selber wäre ich nie auf die Idee gekommen, ich habe keine Zeit, mich um so etwas zu kümmern», sagt der Vielbeschäftigte im Gespräch mit dem W&O. Auch für die Eingabe zum Solarpreis-Wettbewerb fehlte ihm die Zeit. In verdankenswerter Weise hat dies ein Kollege von Peter Koller übernommen. Sehr gut offenbar, denn am Freitag wurde das Berggasthaus Gamplüt in der Palexpo in Genf mit einem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet.

Signal an Bauherren und an Einsprecher solcher Projekte

Natürlich hatte Peter Koller auch keine Zeit, selber den Preis in Genf abzuholen. Das hat die Heizplan AG aus Gams für ihn übernommen (vgl. Kasten). Auf die Frage, was ihm dieser Solarpreis bedeute, mag er gar nicht über sich selber reden. Viel wichtiger sei es doch, dass dieser Preis eine Signalwirkung habe. «Ich hoffe, dass andere Leute dank dieses Preises darauf aufmerksam werden, wie wichtig es ist, dass wir endlich einen Weg für ­einen vernünftigen Umgang mit unserer Energiegewinnung finden.» Darum sei es wichtig, dass es Organisationen gebe, die solche Preise verleihen und dass die ­Medien darüber berichten.

«Der Solarpreis ist hoffentlich auch ein Signal an alle, die solche Projekte immer wieder durch Einsprachen verhindern oder verzögern», so Peter Koller. Er weiss genau, wovon er spricht, denn nicht nur beim nunmehr preisgekrönten Berggasthaus Gamplüt musste er einschlägige Erfahrungen machen.

68 Projekte bewarben sich bei der 27. Auflage für einen Schweizer Solarpreis. 17 Solarpreise wurden schliesslich verliehen. Unter den Gewinnern in der Kategorie Energieanlagen ist das solare Berggasthaus Gamplüt in Wildhaus. Die Jury würdigt, dass die Betreiber des Berggasthauses verschiedene Technologien zur Energieerzeugung einsetzen. Auf den Dächern, den Balkonen sowie an der Westfassade erzeugen Solaranlagen mit einer Leistung von 42 kWp jährlich rund 41 400 kWh, welche in das Netz eingespeist werden. Ergänzt wird die solare Energieversorgung durch eine 80 kWp starke Windanlage. Diese liefert jährlich etwa 40 000 kWh Strom – auch abends und wenn die Sonne nicht scheint. Eine 27 Quadratmeter grosse solarthermische Anlage in Kombination mit einem 7000-Liter-Speicher deckt einen Grossteil des Wärmebedarfs für Warmwasser und Heizung. Und eine Wärmepumpe und eine Stückholzheizung ­(Cheminée-Ofen) decken den Rest­energiebedarf an Wärme, sodass keine fossilen Energien benötigt werden.

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