WILDHAUS: Malerei in den «Farben des Lebens»

Am Samstag hat im Sunnehus die Ausstellung «Farben des Lebens» eröffnet. Künstlerin Marianna Wyss-Fent überraschte mit verschiedenen Maltechniken und Variationen.

Silvia Frick
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Marianna Wyss-Fent vor ihren brasilianischen Porträts, zu sehen bis zum 18. November. (Bild: Silvia Frick)

Marianna Wyss-Fent vor ihren brasilianischen Porträts, zu sehen bis zum 18. November. (Bild: Silvia Frick)

Über 70 Bilder von Marianna Wyss-Fent aus Ulisbach Wattwil zieren Treppenhaus und Gänge im Kur- und Bildungshaus Sunnehus. Dargestellt sind «Farben der Erde» von Frühling, Winter, Bergen und Wasser, von Steinen und Blumen, aber auch Farben des Südens; Farben, die tanzen oder träumen. Marianne Wyss-Fent malt in Aquarell-, Acryl-, Öl-, Ölkreide- und Grafittechnik, auf Holz, Karton, Leinwand, Papier und Bütten. Und jedes ihrer Werke zeigt Tiefe.

Die Künstlerin malt intuitiv und kann sich dabei sogar auf den Überraschungsmoment verlassen, an dem sie spürt: Das Bild ist fertig. Gern gezeichnet und gemalt hat sie schon als Kleinkind. Den Weg zur Kunstdarstellung hat sie über den Beruf der Kindergärtnerin, der Familienbetreuung mit vier Kindern und der anschliessenden Ausbildung zur Kunsttherapeutin und Religionslehrerin gefunden. «Beide Tätigkeiten sind für mich eine Ressourcensuche. Sie bedeuten das Finden von Kraft und Stärke, zur Führung von Leben und Mensch zum Guten in unserer Welt», äussert sich Marianna Wyss-Fent.

Gekrönt ist die Vielfalt ihrer Werke mit Farben des Lebens aus Brasilien, festgehalten auf Polaroid. Nach einer Brasilienreise, auf der sie das Leben der Ärmsten der Armen kennen lernte, wird die Künstlerin den Erlös aus ihrem Bilderverkauf an den Verein «Carlo Marchini Schweiz» übergeben. Dieser setzt sich solidarisch und finanziell für Kinderschutz und Kinderbildung ein. Am jeweiligen Einsatzort arbeitet der Verein eng mit dem bereits bestehenden Organisationen von Sozialwerken und Kirche zusammen. Umrahmt wurde die Ausstellung durch ein Steicher-Konzerttrio mit Gitarre und Geigen. Zwei Töchter der Künstlerin mit Kollegin spielten rassigen aber auch getragenen Irish Folk.

Silvia Frick

redaktion@wundo.ch