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WILDHAUS: «Jetzt-erst-recht-Stimmung»

Der Streit ums unfreundliche Übernahmeangebot der Toggenburg Bergbahnen AG spielt den Bergbahnen Wildhaus in die Hände – in Form von neuem Aktienkapital.
Thomas Schwizer
Jakob Rhyner (links), Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Wildhaus AG, und Notar Roger Lippuner haben gestern Donnerstag die dritte Tranche der Aktienkapitalerhöhung liberiert. (Bild: PD)

Jakob Rhyner (links), Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Wildhaus AG, und Notar Roger Lippuner haben gestern Donnerstag die dritte Tranche der Aktienkapitalerhöhung liberiert. (Bild: PD)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Die Toggenburg Bergbahnen AG (BBT) visiert mit ihrem feindlichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) deren Aktienmehrheit an (der W&O berichtete). Auf Grund der Reaktionen aus ihrem Aktionärskreis geht BBW-Verwaltungsratspräsident Jakob Rhyner davon aus, dass seine Aktionäre dieses «Dumping-Angebot» ausschlagen werden.

Im Gegenteil: «Es hat seit der Angebotsveröffentlichung durch die TBB neue Aktienzeichnungen bei dern BBW gegeben», bestätigte Rhyner gestern auf Anfrage des W&O.

Grosse Unterstützung für die Bergbahnen Wildhaus

Offenbar stösst die TBB mit ihrem Vorgehen auf breite Ablehnung. Das zeigt sich zum einen in persönlichen Rückmeldungen, aber auch in Leserbriefen. Für Rhyner ist die Nachfrage nach neuen BBW-Aktien «Ausdruck einer Jetzt-erst-recht-Stimmung». Gesamthaft wurden seit September 2015 neue Aktien mit 200 Franken Nennwert von total 1,53 Millionen Franken im Aktienbuch eingetragen. Zusammen mit den im November 2016 von der Bürgerschaft in Wildhaus-Alt St. Johann beschlossenen 500000 Franken und privaten Zusagen liegt die Marke nun bei knapp 2,3 Mio. Franken.

Das Projekt Wildhaus 2.0 sei eng mit der Region und den übrigen Leistungsträgern abgestimmt, heisst es bei den Bergbahnen Wildhaus. Schliesslich würden davon alle profitieren.

Der Verwaltungsrat der BBW hat beschlossen, die genehmigte Aktienkapitalerhöhung mit 2,6 Mio. vollumfänglich auszuschöpfen. Die Bergbahnen Wildhaus AG mit ihren aktuell über 2000 Aktionären sei «in der Region sehr stark verankert und werde auch zukünftig sicherstellen, dass die Gesamtinteressen der Region gewahrt werden», wird betont. Die Familienstrategie sei auch die Geschäftsgrundlage für das Reka-Ferienzentrum in Wildhaus und das geplante Erlebnishotel der Jufa-Gruppe.

Zeichen für Projekt Wildhaus 2.0 stehen gut

Somit stehen die Zeichen gut, dass das Ausbau- und Erneuerungsprojekt Wildhaus 2.0 der Bergbahnen Wildhaus AG wie geplant auf Winter 2018/19 umgesetzt werden kann. Dafür sind auch Finanzierungszusagen durch Bankinstitute und die Beiträge von Bund und Kanton im Rahmen der Neuen Regionalpolitik nötig.

Wenn alles klappt, können alte Bahnen abgerissen, eine neue kinderfreundliche Sesselbahn und ein neuer Skilift gebaut sowie die Beschneiung erweitert werden.

Hätte die Verwaltungsratspräsidentin der Toggenburg Bergbahnen AG, Mélanie Eppenberger, das Gespräch mit den BBW gesucht, wären diese Gesprächen über eine Fortsetzung oder Intensivierung der Zusammenarbeit nicht abgeneigt gewesen. Jakob Rhyner kann das feindliche Übernahmeangebot der TBB noch immer nicht verstehen.

«Wir sind nicht per se gegen eine Fusion der beiden grossen Bahnunternehmen», zeigt sich der BBW-Verwaltungsratsprä- sident auf Anfrage des W&O trotz des feindlichen Vorgehens der TBB offen. Aber es müsse ein fairer und partnerschaftlicher Prozess sein, betont Jakob Rhyner einmal mehr. «Eben ein Prozess mit Gesprächen auf Augenhöhe.»

Für ihn ist klar: Soll eine Fusion der beiden Unternehmen ein ernsthaftes Thema werden, muss ein gemeinsames Gutachten erstellt werden, welches die beiden Firmen bewertet. «Dann können wir weiterreden», stellt Rhyner klar. (ts)

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