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WILDHAUS: Ein stimmiger Abend voller Musik

Zum 125-Jahr-Jubiläum lud die Bürgermusik Wildhaus zur "Nacht der Musik" ein. Überraschungsgäste, vielseitige musikalische Unterhaltung und die Farben Rot und Weiss prägten den Abend.
Schlussauftritt aller am Jubiläums-Unterhaltungsabend beteiligten Aktiven. (Bild: Adi Lippuner)

Schlussauftritt aller am Jubiläums-Unterhaltungsabend beteiligten Aktiven. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

Eines gleich vorweg: Der Kommentar einer sichtlich zufriedenen Besucherin, kurz vor Mitternacht, zeugte von einem rundum gelungenen Abend: «Die letzten vier Stunden sind wie im Flug vergangen, es war herrlich abwechslungsreich und fantasievoll.» Damit ist auf den Punkt gebracht, dass die Verantwortlichen der Bürgermusik Wildhaus am Samstag, anlässlich der ersten Durchführung ihres Unterhaltungsabends, den Publikumsgeschmack getroffen haben.

Doch was liessen sich das OK, mit Monika Brändle an der Spitze, einfallen? Da waren einmal die Farben Rot und Weiss: Dunkle Hose, weisses Hemd und rote Fliege, so standen die Musikantinnen und Musikanten, unter der Leitung von Christian Schlegel, auf der Bühne. Rot-Weiss auch die Dekoration im Chuchitobel-Saal und knallig rot die High Heels von Viviane Forrer, die durchs Programm führte.

Spielfreudige Musikanten, begeistertes Publikum

Doch Dekoration und festliches Auftreten allein genügt nicht, um das Publikum zu begeistern. Die Farbe Rot steht für Aktivität, Dynamik, Temperament und Wärme. Bei den musikalischen Darbietungen gab es genau dies zu erleben. Weiss steht, unter anderem, für klar, frisch, futuristisch und aufrichtig. Diese Eigenschaften passen hervorragend zum jubilierenden Verein, treten doch alle mit Eifer und Spielfreude auf.

Wer den Begriff «Abba Gold» hört, lässt sich gerne in die glorreiche Zeit der erfolgreichen Kultband entführen. Oder James Last mit seinen unvergesslichen Hits wie «Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung» oder «Wochenend und Sonnenschein», um nur zwei der bekannten Melodien zu erwähnen. Die Bürgermusik packte die unvergesslichen Hits jeweils in ein Medley und begeisterte damit das Publikum. Auch traditionelle Melodien, wie die «Willkommen»-Polka und die «Amboss»-Polka hatten ihren Platz. Letztere komponiert von Albert Parlow. Dass bei diesem Stück ein Amboss zum Soloinstrument auserkoren wird, ist bei der Blasmusik eher ungewöhnlich. Solist Sepp Näf meisterte diese Herausforderung bravourös.

Es gab Überraschungen ohne Ende

Als Gäste waren die «Schlegel»-Musig, das ist die Familienformation des Dirigenten Christian Schlegel, mehrfach auf der Bühne. Unvergessen, «Göla’s Indianer», gesungen zusammen mit der Bürgermusik, oder «Hey i kenn die von meinem Handy», eine musikalische Geschichte der Gegenwart. Die «Zipfeltoggis», unterstützt durch das Klarinettenregister liessen «Miär sind vo dr Füürwehr», erklingen und Hackbrettspieler Simon Wenk kombinierte sein Saiteninstrument mit Talerschwingen und Blasmusik.

Mit dem Fahnenmarsch wurde eine weitere Überraschung angekündigt. Die Bürgermusik brauchte neue Fahnenpaten und fand diese mit Eva Anderegg und Matthias Rohrbach.

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