WILDHAUS: Ein Ort der sportlichen Begegnung

In den letzten Wochen ist der neue Pumptrack schon rege benutzt worden. Am Sonntag ist er mit einer offiziellen Eröffnungsfeier der Allgemeinheit übergeben worden.

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Rolf Züllig, Albert Koller, Denise Steiner, Roger Fuchs und Martin Sailer (von links) beim Durchschneiden des Bandes bei der Eröffnung. (Bilder: Beatrice Bollhalder)

Rolf Züllig, Albert Koller, Denise Steiner, Roger Fuchs und Martin Sailer (von links) beim Durchschneiden des Bandes bei der Eröffnung. (Bilder: Beatrice Bollhalder)

Wildhaus Das Initiativkomitee um Roger Fuchs, Denise Steiner und Martin Sailer kann aufatmen. Die Idee eines Pumptracks, in die die drei viel Herzblut und unzählige Stunden gesetzt haben, ist umgesetzt. Einen Pumptrack zu realisieren, darauf kamen die drei Unterwässler, als sie davon gehört hatten, dass die Kantonalbank Projekte suche, um sie im Rahmen ihres Jubiläums zu unterstützen. «Wir waren spät dran. Nur eine Nacht musste ausreichen, um ein Konzept zu erstellen und dies der Kantonalbank einzureichen», schmunzelte Martin Sailer, der am Sonntag den rund 250 anwesenden Personen erklärte, wie es dazu kam. Albert Koller, Geschäftsleiter der St. Galler Kantonalbank, erklärte dann, man hätte bei den eingereichten Projekten darauf geachtet, dass diese der Allgemeinheit etwas bringen. Man habe von der Bank aus etwas an die Kunden zurückgeben wollen.

Gemeinde hat das Land zur Verfügung gestellt

«Roger Fuchs hat mich einmal angerufen und mir von der Idee eines Pumptracks erzählt», erklärte Gemeindepräsident Rolf Züllig. Damals habe er zum Inhaber der Velometzg in Unterwasser gesagt, er solle ruhig dranbleiben am Projekt, für die Unterstützung der Gemeinde sorge er dann schon. Und so ist es denn auch geschehen. Während die drei ­Initianten mit ihrem Vorschlag die Verantwortlichen der Kantonalbank überzeugen konnten, dass der Pumptrack eines der ­ 37 Projekte, die die Kantonalbank mitfinanziert, werden soll, hat sich die Gemeinde entschlossen, dafür 1200 Quadratmeter Land in der Nähe der Wildhauser ­Curlinghalle zur Verfügung zu stellen.

100000 Franken gab es also als Preisgeld, aber woher kommt der Rest bei zu erwartenden Gesamtkosten von rund 230000 Franken? Jede und jeder wurde darauf angesprochen und um finanzielle Unterstützung gebeten. Wie am Sonntag der Tafel auf dem Gelände zu entnehmen war, haben sich sehr viele Leute mit einem Beitrag daran beteiligt. Denn es ist ein Projekt, das alle Altersschichten zusammenbringt. Von Mitarbeitern der Kantonalbank wurden sogar noch Arbeitsstunden vor Ort ­erbracht.

Rolf Züllig erklärte mit einem Schmunzeln, dass die Firma Velosolution, die solche Anlagen in der ganzen Schweiz erstellt, hier vorbildlich gearbeitet habe. Er habe sich daran erinnert, wie jeweils auf den Strassen der Asphalt mit einer Walze festgewalzt werde. Hier hätte man aber den Eindruck gehabt, dass der Asphalt buchstäblich ins Gelände «gestreichelt» worden sei.

Bei Regen besteht Rutschgefahr

In Wildhaus ist nun also eine Anlage der Allgemeinheit übergeben worden, die dank ihres Asphaltbelages dauerhaft und allwettertauglich ist. Da Petrus es aber nicht unterlassen konnte, genau zu Beginn der Eröffnungsfeier die Schleusen kurz zu öffnen, konnte jedermann die Auswirkungen des Regens sehen oder spüren. Die geplanten Showeinlagen konnten teilweise nicht, andere nur mit einem Rutscher ausgeführt werden. Die Einlagen wurden aber etwas später, als der Untergrund wieder trocken war, wiederholt.

Kaum hatten die Verantwortlichen das Band durchgeschnitten und machten sich auf, um auf das Projekt anzustossen, füllte sich die Anlage schnell mit Kindern auf diversen fahrbaren Untersätzen, die die Runden testeten. Die Initianten haben das Projekt an diesem Tag an die Gemeinde ­abgetreten, die künftig für den Unterhalt verantwortlich zeichnet.

Beatrice Bollhalder

redaktion@wundo.ch