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WILDHAUS: «Das Pedal ist die Seele des Klaviers»

Zwar stammt der Pianist Matthias Roth aus Wildhaus, doch seine Musik führte ihn an die verschiedensten Orte. Nicht nur in der Schweiz, sondern beispielsweise auch nach Italien, Frankreich oder Deutschland.
Matthias Roths Leidenschaft ist das Klavierspielen. (Bild: Christian Senti)

Matthias Roths Leidenschaft ist das Klavierspielen. (Bild: Christian Senti)

Noëlle Lee

Erst vor kurzem kehrte Matthias Roth von Leipzig zurück in die Schweiz. Eine CD-Produktion führte ihn nach Deutschland. Zusammen mit dem Label «Genuin classics» nahm er verschiedene Klavierwerke der beiden Komponisten Karol Szymanowski und Maurice Ravel auf. Die CD, auf der die Aufnahmen zu hören sein werden, erscheint im Juli. Eines der Werke, nämlich Ravels «Miroirs», wird Matthias Roth auch am Mittwoch, 11. April in der Kirche St. Laurenzen in St. Gallen spielen.

Manchmal Konzertpianist, manchmal Klavierlehrer

Doch Matthias Roth führt sein Leben nicht einzig als professioneller Pianist. Einen Grossteil seiner Zeit verbringt er damit, den Schülern der Kantonsschule Zürcher Oberland seine Leidenschaft zu vermitteln und ihnen die Kunst des Klavierspielens beizubringen. Matthias Roth wurde 1979 in Wildhaus im Toggenburg geboren. Bereits während er die Primarschule besuchte, begann er, Klavierunterricht zu nehmen. Dies tat er zuerst bei Katharina Giordanengo, welche in der Musikschule Toggenburg unterrichtet und später, an der Kantonsschule Wattwil, beim Pianisten und Organisten Wolfgang Sieber. «Während der Kanti-Zeit intensivierte sich mein Interesse für das Klavier», erzählt der Pianist. «Es wurde mir immer klarer, dass ich eines Tages Musiker werden wollte.» Aufgrund dieses Berufswunsches besuchte er nach Abschluss der Matura die Zürcher Hochschule der Künste, um Klavier zu studieren. Dafür zog er mit 19 Jahren aus dem Toggenburg weg und wohnte in Zürich.

2006 erwarb er an der Hochschule der Künste das Lehrdi­plom und 2008 das Konzertdi­plom, beide mit dem Prädikat «mit Auszeichnung». Nach seinem Studium unterrichtete er zuerst an der Musikschule Toggenburg in Wattwil und später nahm er die Lehrtätigkeit an der Kantonsschule Zürcher Oberland in Wetzikon an.

Klassik, Rock, Swing und Blues

Ob als Klavierlehrer oder als Konzertpianist: Im Zentrum seines Lebens steht die Freude am Klavierspielen. Warum Matthias Roth gerade dieses Instrument so gefällt, erklärt er mit einem Glänzen in den Augen. «Das Klavier ist sehr vielseitig. Einerseits in seiner Funktion und andererseits in seinem Klang. Man kann alleine ein Stück spielen und dem Klavier dabei die Klänge eines ganzen Orchesters entlocken. Das Ins-trument eignet sich aber auch, um zusammen mit anderen zu musizieren. Diese musikalischen Begegnungen sind für mich immer wieder inspirierend und berührend. Ebenfalls gefällt mir am Klavier, dass es in fast allen Musikrichtungen zu Hause ist. Es eignet sich für klassische Musik genauso gut wie für Rock, Swing oder Blues. Dies bereichert auch oft meinen Klavierunterricht an der Kantonsschule.»

Seine Schülerinnen und Schüler erfreut er aber nicht nur mit abwechslungsreichem Unterricht, er hat auch einen Rat für sie auf Lager, falls sie eine ähnliche berufliche Karriere ins Auge fassen. «Da das geforderte Level an der Musikhochschule hoch ist, muss man bereits vor Studienantritt bereit sein, viel Einsatz zu zeigen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass man sich nicht darin verliert, sondern sich Zeit nimmt für Erholung und frische Luft.»

Wenn der ganze Trubel einmal zu viel wird, dann zieht sich Matthias Roth gerne in die Berge zurück. Die sind nämlich neben der Musik seine zweite Leidenschaft, welche ihren Ursprung in seiner Kindheit und seiner Herkunft hat. Wegen dieser Begeisterung kehrt der Pianist auch ab und an zurück ins Toggenburg. «Ich wandere gerne im Alpstein oder auf die Churfirsten. Die Berge sind mein Erholungs-, aber auch Inspirationsort. Dort kommen mir manchmal auch Ideen für neue musikalische Projekte.»

Hinweis
Am 11. April spielt Matthias Roth in der Kirche St. Laurenzen in St. Gallen von 12.15 bis 12.45 Uhr Schlüsselwerke der vorletzten Jahrhundertwende. Der Eintritt ist frei. Sowohl die bereits erhältliche (20 Franken) wie auch die im Juli erscheinende CD können per Mail an matthiasroth88@gmail.com bestellt beziehungsweise vorbestellt werden.

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