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WILDHAUS: Das Agrowissen vertieft

Die Klausurtagung der FDP St. Gallen stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft. Die Partei will die Rahmenbedingungen der Landwirte weiter optimieren.
Kantonsrat und Gemüseproduzent Stefan Britschgi, Kantonsrat Walter Locher, Fraktionspräsident Beat Tinner und der St. Galler Bauernpräsident Peter Nüesch (von links) genossen am Rande der Klausurtagung die von Landwirten bewirtschaftete und gepflegte Umgebung. (Bild: PD)

Kantonsrat und Gemüseproduzent Stefan Britschgi, Kantonsrat Walter Locher, Fraktionspräsident Beat Tinner und der St. Galler Bauernpräsident Peter Nüesch (von links) genossen am Rande der Klausurtagung die von Landwirten bewirtschaftete und gepflegte Umgebung. (Bild: PD)

Während zweier Tage befassten sich die FDP-Kantonsräte, Stadt- und Gemeindepräsidenten, Partei­funktionäre sowie der St. Galler Regierungsrat Marc Mächler und Nationalrat Walter Müller mit Agrothemen. Dabei wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt, die durch Fachreferate beleuchtet wurden. Der ehemalige FDP-Kantonsrat und heutige Leiter des Landwirtschaftsamts des Kanton St. Gallen, Roger Peterer, stellte beispielsweise das Tätigkeitsfeld seines Amts sowie die aktuellen Herausforderungen vor.

Martin Willi, Leiter landwirtschaftliche Berufe am Berufsbildungszentrum in Buchs, präsentierte die verschiedenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die heutigen Anforderungen an einen modernen Landwirt. Dabei unterstrich er die Bedeutung der zeitgemässen Bildung und forderte die Politiker in seinem Referat auf, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, dass ­Innovationen realisiert werden können und der Ideenreichtum und Schwung der jungen Generationen nicht mit einem Gesetzes- und Formalitätendschungel gebremst wird. Mit diesem Votum stiess er bei der FDP auf offene Ohren.

Freisinn will die Anliegen der Bauern gut vertreten

Gerade die Regulationsdichte, mit der die Landwirte in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert sind, überraschte manche Politiker. Selbst Fraktionschef und Bauernsohn Beat Tinner staunte: «Mir war bewusst, dass die Landwirtschaft wohl die Branche mit der höchsten Regulationsdichte ist. Trotzdem bin ich über die konkrete Situation an der Front überrascht. Für mich ist klar: Die FDP muss weiter ihren Beitrag leisten und Einfluss nehmen.» Auf Kantonsebene sei dies allerdings nur sehr beschränkt möglich, da die meisten Gesetze und Vernehmlassungen, welche die Landwirte betreffen, in Bern erlassen werden. Gemäss Beat Tinner positioniert sich die FDP nach wie vor als landwirtschaftsnahe Partei: «Ohne Landwirtschaft verliert der ländliche Raum sein Gesicht. Wir müssen die Landwirtschaft weiter stärken.» Ihm schweben Ideen vor wie beispielsweise die An­passung des bäuerlichen Bodenrechts sowie die Minderung der Regulationsdichte.

Um die Erkenntnisse aus dem zweitägigen Workshop nun zu verarbeiten, wurde die Fachgruppe Landwirtschaft damit beauftragt, an den verschiedenen Themen dranzubleiben und Vorschläge auszuarbeiten, wie die Bedingungen sinnvoll mitgestalten werden können. Der St. Galler Bauernpräsident Peter Nüesch unterstrich in seinen Ausführungen, dass die FDP für die Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielt: «Diese ist wichtiger, als es von aussen wahrgenommen wird.» Wichtig für die Weiterentwicklung der Landwirtschaftsbetriebe seien auch das Thema «Bauen ausserhalb Bauzone» sowie Smart Farming – also der Einsatz von neuen Technologien im Bereich von Bauernbetrieben. Wie die Fachreferate von Daniela Marschall vom Landwirtschaft­lichen Zentrum St. Gallen und Lorenz Büchel von der Feldhof Gemüsebau AG in Oberriet zeigten, wird sich durch die Technisierung der Landwirtschaft in den nächsten paar Jahren einiges verändern. Hinsichtlich dieser Entwicklung und der neuen Technologien wird die Bedeutung der Bildung weiter steigen und der Druck auf die klassischen Mischbetriebe zunehmen. Dementsprechend innovativ müssen sich die einzelnen Landwirte ­zeigen.

Beziehungspflege in ­traumhafter Kulisse

Am Rande der ganzen Diskussion um den Landwirtschaftsteil wurde auch über das geplante Raumplanungsgesetz II gesprochen. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Tagungsteilnehmer diesem Vorhaben äusserst kritisch und mit einer ablehnenden Haltung gegenüberstehen. Die zweitägige Klausur diente den FDP-Mitgliedern nicht nur, Wissen aufzufrischen und neues zu gewinnen, sondern auch der Beziehungspflege unter den FDP-Politikerinnen und -Politikern und Fachleuten. Dazu bot der Schwendisee hoch über Wildhaus mit einer traumhaften Kulisse die perfekten Bedingungen. So konnte die von den Bauern ­bewirtschaftete und gepflegte Landschaft hautnah erlebt und bestaunt werden. (pd)

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