WILDHAUS: An der Quelle für die Trends

Seit Anfang Woche ist Christian Gressbach Geschäftsführer von Toggenburg Tourismus. Er übt diese Tätigkeit mit einem 40-Prozent-Pensum aus, denn er ist weiterhin Dozent an der Fachhochschule Chur.

Sabine Schmid
Drucken
Teilen
Echtheit, Natürlichkeit, heile Welt: An diesen touristischen Werten hält Geschäftsführer Christian Gressbach fest. (Bild: Sabine Schmid)

Echtheit, Natürlichkeit, heile Welt: An diesen touristischen Werten hält Geschäftsführer Christian Gressbach fest. (Bild: Sabine Schmid)

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen bei Christian Gressbach zuerst. Seinen ersten Arbeitstag als Geschäftsführer von Toggenburg Tourismus widmete er ihnen. «Sie leisten gute Arbeit», stellt er ein gutes Zeugnis aus. Den herrschenden Teamgeist will er beibehalten. Dennoch: Christian Gressbachs Einfluss bei Toggenburg Tourismus wird spürbar werden. Vor allem hofft er, dass er aus seinen beiden Tätigkeiten Synergien nutzen kann. Nebst der Geschäftsführung bei Toggenburg Tourismus doziert Christian Gressbach am Institut für Tourismus und Freizeit an der Fachhochschule Chur. «Somit bin ich an der Quelle und bekomme Neuheiten und Trends mit. Dieses Wissen kann ich im Toggenburg nutzen», ist Christian Gressbach überzeugt. Zusammen mit den Studierenden sei er in frühen Phasen für Teilprozesse in Forschungs- und Dienstleistungsprojekten involviert, nicht aber bei der Umsetzung. «Durch die Kombination bei der Fachhochschule und der Destination Toggenburg bin ich nicht nur mehr Denker, sondern auch wieder Macher», freut sich Christian Gressbach.

Wissen, was die Gäste wollen und erwarten

Wenige Tage nach Antritt seines Amtes kann Christian Gressbach noch nicht genau sagen, wie die Fachhochschule und die Destination voneinander profitieren ­können. Klar ist ihm hingegen, dass er die sozialen Medien noch ­besser nutzen möchte. «Auf ­verschiedenen Kanälen wie ­Facebook und Instagram läuft schon sehr viel», sagt er. Zugleich ist er überzeugt, dass sich aus den Kommentaren und anderen digitalen Spuren viel über die ­Bedürfnisse und Wünsche der Gäste und der Einheimischen ­herauslesen lässt. «Wenn wir ­diese Daten richtig interpretieren können, können wir Ver­- bes­serungen erzielen», glaubt Christian Gressbach. Kritik der Gäste sei dabei durchaus erlaubt. «Aber wer etwas Positives sieht und erlebt, darf auch dies ­posten.»

Für ihn selber geht es in der ersten Zeit nun darum, seine Aufgaben zu priorisieren. Er betont, dass die Stelle im Gegensatz zu früher, als Sonja Fuchs und Jasmin Wenk sie im Jobsharing inne­hatten, nicht gekürzt wurde. «Die Aufgaben der beiden wurden auf mehrere Personen verteilt», erklärt Christian Gressbach. Unterstützt wird er durch die Marketingleiterin Tanja Loher und den Toggenburg-Tourismus-Präsidenten Max Nadig, der operative Aufgaben übernimmt. Dies bringe mit sich, dass nicht nur er allein die Tourismusdestination vertrete. Dass Christian Gressbach bereits einmal bei Toggenburg Tourismus gearbeitet hat, sieht er als Vorteil. «Ich kenne bereits einige Leute und bringe ein gewisses Wissen mit», sagt er. Vergleichen lasse sich das aber nicht. «Erstens hatte ich damals eine andere Funktion inne, zweitens ist heute eine andere Zeit, und drittens habe ich mich weiterentwickelt.» Als Toggenburger kenne er aber die Region, und er wisse, worauf er sich als Geschäftsführer der Tourismusorganisation einlasse.