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WILDHAUS-ALT ST. JOHANN: «Fusion auf Augenhöhe nicht möglich»

Eine partnerschaftliche Bergbahnfusion ist gemäss Toggenburg Bergbahnen nicht möglich. Deshalb fordern die Gemeinde und Toggenburg Tourismus vom Kanton die Freigabe der NRP-Gelder für Wildhaus.

Die Medienmitteilung der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann und von Toggenburg Tourismus vom Montagnachmittag ist brisant. Es wird keinen partnerschaftlichen Fusionsprozess zwischen den Bergbahnen Wildhaus (BBW) und den Toggenburg Bergbahnen (TBB) geben. Das ist das Resultat von vertraulichen Gesprächen von Gemeindepräsident Rolf ­Züllig und Max Nadig, Präsident von Toggenburg Tourismus (TT), mit der Führung der beiden Berg­bahnen.

Ziel war das Anstossen eines partnerschaftlichen Fusionsprozesses zwischen den beiden Bergbahnunternehmen – mit Unterstützung von Kanton, Gemeinde und TT. Der Grund für das ­Scheitern: Die TBB lehnen einen üblichen Fusionsprozess «als komplizierend und im Endeffekt unnötig» ab. Sie halten an ihrem Weg zur Übernahme von mindestens 51 Prozent der im Publikum gestreuten Aktien der BBW fest.

Gemeinde und Tourismus «ernüchtert und enttäuscht»

Anders die Bergbahnen Wildhaus. Sie stimmten gemäss der Medienmitteilung dem vorgeschlagenen Prozess einer «Fusion auf Augenhöhe» zu, halten aber gleichzeitig an der Gewährung der NRP-Darlehen des Kantons für ihr Ausbauprojekt Wildhaus 2.0 fest.

Züllig und Nadig zeigen sich in der gemeinsamen Mitteilung vom Ergebnis der Gespräche «ernüchtert und enttäuscht». Die vertraulichen Gespräche hätten ihnen deutlich gemacht, «dass der Tarifstreit für ein gemein­sames Winterticket kaum einvernehmlich zu lösen ist und nur der Weg einer partnerschaftlichen Fusion zielführend sein kann». Letztlich bringe eine Fusion auf Augenhöhe für die beiden Tourismusunternehmen, aber auch die ganze Destination den grössten Nutzen, sind sie überzeugt. Der Entscheid der TBB sei deshalb für sie nicht verständlich, beziehen Züllig und Nadig klar Stellung.

Die bisher durch die TBB ­getätigten Investitionen auf der Chäserrugg-Achse würden «grosse Wertschätzung» erfahren. Das Schweigen, was mit der Achse Wildhaus nach der von der TBB versuchten Übernahme geschehen soll, sei deshalb unverständlich. Weiter halten Züllig und ­Nadig fest, weit mehr als die Verteilung der Pooleinnahmen interessiere die künftige Entwicklung zu Gunsten des Wirtschaftsraums Toggenburg. Erstaunt, ja «befremdet» zeigen sie sich, dass im TBB-Flyer, der kürzlich für die Ver­längerung des Aktienangebotes verteilt wurde, suggeriert werde, Gemeinde und TT stünden hinter deren Vorgehen.

St. Galler Regierungsrat soll die Mittel sprechen

«Die Gemeinde und Toggenburg Tourismus sind der gesunden touristischen Entwicklung der Des­tination Toggenburg verpflichtet», betonen Rolf Züllig und Max ­Nadig. Sie «unterstützen mit ih­ren Möglichkeiten alle zukunftsgerichteten Investitionen». Deshalb bitten sie «den Kanton beziehungsweise den Regierungsrat, den negativen Entscheid zum NRP-Darlehen für die BBW zu überdenken und die Mittel zu sprechen». Der Ausbau der Bergbahnen in Wildhaus sei für die ­Familiendestination Toggenburg sehr wichtig und stärke die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Davon würden alle Leistungsträger profitieren.

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

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