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WILDHAUS-ALT ST. JOHANN: Finanzen gesund halten und gleichzeitig Grosses tätigen

Die Behörde hat beschlossen, den Parkplatz Chuchitobel zu bewirtschaften. Das sei äusserst lukrativ. Für 2017 schreibt die Gemeinde einen abschliessenden Gewinn von über 1,3 Millionen Franken.
Wer im Obertoggenburg wandern geht und auf dem Parkplatz Chuchitobel in Wildhaus parkiert, wird künftig zur Kasse gebeten. In der Nacht soll das Parkieren jedoch kostenlos bleiben. (Bild: Adi Lippuner/Oktober 2017)

Wer im Obertoggenburg wandern geht und auf dem Parkplatz Chuchitobel in Wildhaus parkiert, wird künftig zur Kasse gebeten. In der Nacht soll das Parkieren jedoch kostenlos bleiben. (Bild: Adi Lippuner/Oktober 2017)

Der Jahresabschluss der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann zeige für 2017 erfreuliche Zahlen, schreibt der Gemeinderat in den neusten Mitteilungen aus dem Gemeinderat. Angesagt war ein ausgeglichenes Budget, erwirtschaftet wurde ein Gewinn von über 1,3 Millionen Franken. An diesem guten Ergebnis massgeblich beteiligt waren die Steuereinnahmen. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde lieferten über 700000 Franken mehr Steuern ab und in der sozialen Wohlfahrt wurden gemäss der Behörde rund 250000 Franken weniger ausgegeben.

Alles in allem ein sehr gutes Ergebnis, welches den Gemeinderat weiterhin bestärke, neu auch mit gesenktem Steuerfuss, die gesunden Gemeindefinanzen halten und gleichzeitig grosse Investitionen tätigen zu können. Die Bürgerversammlung finde am Mittwoch, 4. April, im Mehrzweckgebäude Chuchitobel, statt.

Bewirtschaftung Parkplatz Chuchitobel

Der Gemeinderat hat beschlossen, den Parkplatz Chuchitobel zu bewirtschaften. Aus wirtschaftlicher Sicht sei diese Bewirtschaftung äusserst lukrativ. Vor allem könne so vom Tagestourismus ein kleiner Betrag in der Gemeinde gehalten werden. Der Platz werde hälftig asphaltiert und ein Einbahn-System eingeführt. Die Tarife habe der Gemeinderat noch nicht im Detail ausgearbeitet. Er schreibt, dass diese sehr moderat gehalten werden und während der Nacht das Parkieren kostenlos sei. Mit den Asphaltierungen werde voraussichtlich im April begonnen.

Regionale Förderung der erneuerbaren Energien

Die Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau und Wildhaus-Alt St. Johann führen eine gemeinsame Energiekommission. Im Jahr 2015 wurden sie als Region Obertoggenburg mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Seither setzen die Gemeinden gemeinsam eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik um. Neu wollen sie einen regionalen Energiefonds äufnen, um die Produktion von erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern. Hierzu haben die drei Gemeinderäte Richtlinien sowie eine Vollzugshilfe verabschiedet. Diese unterliegen der ordentlichen Referendumsfrist von 40 Tagen und werden in den drei Gemeindeverwaltungen öffentlich aufgelegt. Die Referendumsfrist dauert vom 5. Februar bis 17. März.

Über 80 Prozent der Gebäude im Toggenburg gelten als sanierungsbedürftig. Im Bereich der Wärmeerzeugung sind noch immer viele Ölheizungen im Einsatz und insbesondere in kleineren Ferienhäusern ist der Elektroheizungsanteil ausserordentlich hoch. Mit einem attraktiven Förderprogramm wollen die drei Gemeinden die Einwohnerinnen und Einwohner motivieren, auf erneuerbare Energien umzusteigen und die Energieeffizienz zu erhöhen. Hausbesitzerinnen und -besitzer aus der Gemeinde können bei Umsetzung der folgenden Massnahmen von Beiträgen profitieren:

• Holzfeuerungen bis 70 kW (bei Ersatz von bestehenden fossilen und Elektroheizungen)

• Wärmepumpen (bei Ersatz von bestehenden fossilen und Elektroheizungen)

• Sonnenkollektoren

• Fotovoltaikanlagen

• Anschlüsse an Fernwärmenetze

• Fensterersatz

•Abbruchprämie Ersatzneubau

•befristete Aktionen

Ziele des Förderprogramms sind die Reduktion von CO2-Emissionen und die Ausnutzung von regionalen Potenzialen bei der Wärmeerzeugung sowie die Unterstützung bei Gebäudesanierungen in Ergänzung zur Förderung des Kantons St. Gallen. Es soll am 2. April starten und mit einer einmaligen Anschubfinanzierung für ein bis zwei Jahre finanziert werden. Danach ziehen die Gemeinden Bilanz und evaluieren die Weiterführung. Im Frühling wird die Bevölkerung an Veranstaltungen und mit offiziellen Informationsschreiben im Detail über die Förderung orientiert.

Personal der Gemeindeverwaltung

Luca Hollenstein, Mitarbeiter des Grundbuchamtes, hält sich von Januar bis Mai in der Rekrutenschule auf. Deshalb wurde für diese Zeit Jeanette Bühler aus Wildhaus mit einem 20-Prozent-Pensum angestellt.

Alters- und Pflegeheime Im Horb und Im Bellevue

Dank der sehr guten Auslastung beider Heime während des ganzen Jahres und dem haushälterischen Einsatz der vorhandenen Mittel können die Alters- und Pflegeheime praktisch von einem ausgeglichenen Rechnungsabschluss berichten. Das Personal habe sich folgende Jahresziele gefasst, schreibt der Gemeinderat.

• Dem Alltag Sinn geben und Glücksmomente schaffen für die Bewohnenden der Heime.

• Das Kinästhetik-Konzept ist nun ein fester Bestandteil im Pflegealltag. Die Pflegepersonen setzen ihr Wissen in die Praxis um und entwickeln sich.

Wichtige Motivation und Fachkompetenz

Nelly Ammann feierte im letzten Jahr das 10-Jahr-Jubiläum. Sie arbeitet in der Pflege und Hauswirtschaft. Für ihre immer einsatzbereite, sehr zuverlässige Arbeit bedankt sich die Kommission bei Nelly Ammann und hofft, dass sie noch lange auf ihre Mitarbeit zählen dürfen. Ende Januar verabschiedete die Verwaltung Bethli Scherrer in ihren Ruhestand. Bethli Scherrer arbeitete als Nachtwache acht Jahre im Heim. Für ihren immer tatkräftigen Arbeitseinsatz zum Wohle der Bewohnenden in der Nacht, dankt die Kommission Bethli Scherrer. Alle vakanten Stellen in Pflege und Hauswirtschaft konnten besetzt werden. Die Kommission wünscht den neuen Teammitgliedern viel Freude im Berufsalltag.

Die Verwaltung schätzt sich glücklich, in der Pflege sowie in der Hauswirtschaft Fachkräfte gewinnen zu können. So ermöglicht sie zudem Lernenden in den Bereichen Fachfrau Gesundheit und Fachfrau Hauswirtschaft in der Region einen Ausbildungsplatz. Der Gemeinderat schreibt, dass die Motivation und die Fachkompetenz der Mitarbeitenden in den Heimen das wichtigste Kapital und die Visitenkarte der Betriebe seien. (gem/lim)

Am Sonntag, 11. Februar, um 10 Uhr, findet der evang. Gottesdienst mit Pfr. Claudy und dem Kirchenchor Wildhaus im Horb, Alt St. Johann, statt. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen. Am Mittwoch, 4. April, um 14 Uhr singt der Männerchor Säntis, ebenfalls im Horb, Alt St. Johann, ein Frühlingskonzert.

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