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WIL: Busse für Ex-Finanzchef und 18 Monate bedingt

Fast 300000 Franken hatte der frühere Finanzchef des Schwägalp-Schwingets veruntreut. Gestern musste sich der Mann vor dem Kreisgericht verantworten.
Gestern vor Kreisgericht Wil: der Staatsanwalt, der Beschuldigte, der Verteidiger (von links). (Bild: Zeichnung: Sibylle Heusser)

Gestern vor Kreisgericht Wil: der Staatsanwalt, der Beschuldigte, der Verteidiger (von links). (Bild: Zeichnung: Sibylle Heusser)

Es war ein Eklat in der Schwingerszene: Anfang November wurde bekannt, dass der frühere Finanzchef des Schwägalp-Schwingets Geld veruntreut hatte. Der Mann hatte in der Folge seinen Hut nehmen müssen. Das Geld zahlte er zurück und zeigte sich selbst an. Am Donnerstag nun musste der Mann vor dem Kreisgericht Wil erscheinen. Der Fall wurde im abgekürzten Verfahren verhandelt – das heisst, dass sich Anklage und Verteidigung im Vorfeld auf einen Urteilsvorschlag geeinigt hatten. Der Mann sollte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten sowie einer Busse von 2000 Franken verurteilt werden. Diese Einigung hat das Kreisgericht Wil nun akzeptiert.

In einem Statement hielt der Mann fest, sein Herz und sein Engagement hätten über all die Jahre dem Schwingsport gehört. «Mit Leib und Seele habe ich mich für diesen Sport eingesetzt, und dennoch habe ich einen Fehler begangen.» Aus heutiger Sicht könne er nicht mehr nachvollziehen, weshalb das passiert sei. «Für das, was ich getan habe, stehe ich gerade und trage alle Konsequenzen», so der Mann, der sich in aller Form bei den Geschädigten entschuldigte. Zudem dankte er den Menschen, die zu ihm stünden und ihn unterstützten. «Aus Respekt gegenüber dem Schwingsport und allen Schwingfreunden habe ich mich aus sämtlichen Gremien zurückgezogen. In meiner Seele werde ich dem Schwingsport immer verbunden bleiben.»

«Wir haben mit dem Beschuldigten 18 Jahre lang zusammengearbeitet. Die Enttäuschung sitzt tief»: Das sagte Niklaus Hörler, OK-Präsident des Schwägalp-Schwingets, in einem Interview über den Veruntreuungsskandal rund um seinen ehemaligen Finanzchef. Einen Teil des veruntreuten Geldes – rund 220000 Franken – hatte der Beschuldigte in Hochrisikoanlagen investiert. Zudem deckte er mit dem veruntreuten Geld Kosten seines Treuhandbüros wie Löhne, Mieten, Sozialversicherungen, Telefonrechnungen, Mehrwertsteuer und Anwaltskosten. (red)

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