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WIGA: «Name und Emotionen verbinden»

Die Wirtschaftstagung Werdenberg stand im Zeichen von «Wirtschaft und Sport». Pierin Vincenz und Christoph Schredt sind überzeugt, dass sich Sponsoring sowohl bei Gross- als auch bei regionalen Anlässen lohnt.
Adi Lippuner
Regula Späni moderierte die Begegnung mit Pierin Vincenz, Christoph Schredt und Bernhard Russi (von links). (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Regula Späni moderierte die Begegnung mit Pierin Vincenz, Christoph Schredt und Bernhard Russi (von links). (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

Der Grossaufmarsch zur gestern an der Wiga durchgeführten Werdenberger Wirtschaftstagung zeigt, dass sich Wirtschaftsinteressierte aus den Regionen Werdenberg, Rheintal, Toggenburg, Sarganserland und Liechtenstein für das Thema «Wirtschaft und Sport» interessieren. Mit Pierin Vincenz, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz und seit Oktober 2015 Verwaltungsratspräsident der Helvetia Versicherungen, referierte ein Kenner beider Seiten. Für ihn ist Sponsoring mehr als nur Geldgeber sein. «Sponsoring bedeutet viel Zeit investieren und die Bereitschaft zu einem langfristigen Engagement.»

Doch wie kamen Raiffeisen und Helvetia zum Sportsponsoring? Pierin Vincenz dazu: «Beide Unternehmen bieten Produkte an, die keine Emotionen wecken. Doch der Wunsch, den eigenen Namen bekannt zu machen, bestand. So lag es auf der Hand, ein Engagement zu suchen, das mit Emotionen verbunden ist.» Weil er selbst eine grosse Affinität zum Sport habe, seien die Verbindung mit dem Skisport und dem Fussball naheliegend gewesen.

Risiken und Chancen abwägen

Für den erfahrenen Manager und Sportsponsor ist es wichtig, die Risiken, aber auch die Chancen abzuwägen. «Wer sich beim Fussball engagiert, kann mit Krawallmachern und pyrowerfenden Rowdys in Verbindung gebracht werden.» Auf solche Vorfälle habe der Sponsor keinen Einfluss, müsse sich aber der Gefahr bewusst sein.

Wichtig sind Pierin Vincenz auch die Partnerschaften beim Einzelsponsoring. «Diese bedingen ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis.» Bezüglich Kundenanlässen habe er gute Erfah­rungen mit Sportlern gemacht. Allerdings wurde mit feinem Lächeln erklärt, dass Skisportler in der Regel Auftritte vor Publikum souveräner bewältigten als Fussballer. «Aber es braucht eine entsprechende Ausbildung.»

Christoph Schredt, Inhaber der Agentur ISA (International Sports Agency AG) in Buchs ging in seinem Referat auf die Spannungsfelder ein, wie er sie während seiner 35-jährigen Tätigkeit erlebt hat. Aktuell werde – nach dem Neymar-Transfer – vor allem die Frage nach dem Marktwert eines Sportlers angeheizt. Doch auch im Sport gelte: «Die Nachfrage bestimmt den Preis.» Zwar seien 225 Millionen Dollar eine stolze Summe, doch es dürfe mit dem Verkauf von rund einer Million T-Shirts gerechnet werden und allein dies zeige, dass ein «Return on Investment», also der zu erwartende Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital viel versprechend aussehe.

Nicht ausser Acht gelassen dürfen heute, so sieht es Christoph Schredt, die sozialen ­Medien. «Storytelling», als das Erzählen von Geschichten in ­Verbindung mit bekannten Persönlichkeiten habe grosses Po­ten­zial. Für regionale Unternehmen sieht der Sponsoringfachmann auch gute Möglichkeiten, sich regional zu engagieren. Sowohl Pierin Vincenz als auch Christoph Schredt sind überzeugt: «Investitionen in den Nachwuchs zahlen sich langfristig aus.»

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