«Wiga ist der ultimative Treffpunkt am See»

Anders als bei anderen Gewerbe- und Industriemessen stehen bei der Wiga nicht das Partymachen, sondern die Aussteller, die Gemeinschaftsstände der Gewerbevereine aus der Region und die zahlreichen Sonderanlässe im Mittelpunkt – sowie die Begegnung der Bevölkerung aus der Region und darüber hinaus.

Thomas Schwizer
Merken
Drucken
Teilen
In der Sonderausstellung «Füür und Flamme» ziehen Urs Lufi und Paul Schlegel eine positive Wiga-Bilanz. (Bild: Thomas Schwizer)

In der Sonderausstellung «Füür und Flamme» ziehen Urs Lufi und Paul Schlegel eine positive Wiga-Bilanz. (Bild: Thomas Schwizer)

BUCHS. Verwaltungsratspräsident Urs Lufi schwärmt nach einer für alle Beteiligten anstrengenden, aber erfreulichen Woche ohne Zwischenfälle: «Die Wiga ist alle zwei Jahre der ultimative Treffpunkt am Werdenbergersee.»

Die Rekordzahl von 45 000 Besucherinnen und Besuchern zeigt, dass dies auch an den neun Messetagen der Fall war, die am Samstagabend zu Ende gingen. Die Mehrzahl der Wiga-Besucher komme weiterhin aus der Region Werdenberg, weiss Messeleiter Paul Schlegel, aus dem Fürstentum Liechtenstein würden aber immer mehr Besucher verzeichnet.

«Eine richtige Wiga-Familie»

Die Trägerschaft mit Verwaltungsrat und Patronat, die motivierten Helfer, die Aussteller und auch die Besucher habe er einmal mehr als richtige «Wiga-Familie» erlebt, schwärmt Messeleiter Paul Schlegel. Er spricht von einem Super-Teamwork und nennt dabei auch die Messepartner, die sich nicht nur finanziell, sondern auch persönlich engagieren würden.

Toll und wertvoll sei auch die Zusammenarbeit mit Buchs Marketing und der Stadt Buchs gewesen, lobt Paul Schlegel. Das habe insbesondere auch die Eingangszone aufgewertet.

Besonderes Lob gibt es vom Messeleiter für die Macher der hochwertigen Sonderschau «Füür und Flamme» als weiteres Herzstück der Wiga 2015. Daneben hätten rund 50 grössere und kleinere Sonderanlässe die Messe aufgewertet.

«Aussteller stehen im Zentrum»

Was unterscheidet die Wiga von anderen Messen in der weiteren Region? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? «Unser Kern ist die Ausstellung und nicht das Partymachen», stellt Urs Lufi fest. Die Aussteller würden das belohnen, indem sie den Besuchern etwas bieten. Paul Schlegel sagt: «Wir stellen ganz klar die Aussteller ins Zentrum. Wir pflegen sie bereits im Vorfeld der Wiga, bieten ihnen an der Messe eine optimale Plattform und nach der Messe eine Nachbearbeitung.»

Schlegel und Lufi sprechen vor allem den Gemeinschaftsständen der heimischen Gewerbebetriebe ein grosses Lob aus. «Sie sind das Herz der Wiga und machen uns einzigartig.»

Das Wiga-Konzept geniesst auch bei prominenten Besuchern Wertschätzung. Das zeigten – auch private – Besuche von Regierungsmitgliedern des Kantons St. Gallen und des Fürstentums Liechtenstein, aber auch von Stände- und Nationalräten. Auch Veranstalter anderer Messen hätten sich lobend geäussert, sagt Paul Schlegel.

Neuer Besucherrekord

«Die Aussteller haben hier mehr Qualität. Der Entscheid für diese Strategie war gut», sagt Messeleiter Paul Schlegel. Das werde durch die hohe Besucherzahl – mit 45 000 wurde ein neuer Wigarekord verzeichnet – aber auch die hohe Zufriedenheit der Aussteller untermauert. Diese zeigte sich an der Umfrage, welche die Messeleitung vergangene Woche bei ihnen durchgeführt hat. Und schliesslich sei die Wertschöpfung höher dank dem nahen Fürstentum Liechtenstein.

Was war für Schlegel und Lufi an der Wiga 2015 persönlich der erfreulichste Moment? Urs Lufi nennt den professionellen Aufbau der Messehallen, «bei dem ruhig, konzentriert und generalstabsmässig gearbeitet wurde». «Als der <Panther> eingefahren ist», sagt Paul Schlegel. Der «Panther» ist das modernste Flughafen-Tanklöschfahrzeug, das während der ganzen Wiga viele staunende Besucher fand. Es lockte sogar Leute aus dem Thurgau, dem Appenzellerland und dem Kanton Graubünden an die Wiga, sagt der Messeleiter.

Keine Reklamationen mehr

Die nächtlichen Lärmprobleme, die vor zwei Jahren Widerstand durch Anwohner ausgelöst hatten, habe man mit dem Verzicht auf das Partyzelt und der Ausrichtung des Festzeltes gegen den Berg hin reduziert. Schon vor der Wiga habe man zudem mit den Anwohnern gesprochen. Bis am Samstag seien keine Reklamationen eingegangen, sagt der Messeleiter.

Zwar hätten Junge bedauert, dass es kein Partyzelt mehr gegeben habe. Doch der Standort direkt bei einem Wohngebiet verlange Rücksichtnahme, weshalb für 2017 das Konzept der aktuellen Wiga übernommen werde.

Shuttle-Zügli als Lösung

Auch das neue Shuttle-Zügli zum Parkplatz bei der Reithalle Werdenberg habe sich bewährt und werde an der nächsten Wiga abends länger fahren. Das Park-and-Ride-System sei auch für andere Grossveranstaltungen auf dem Marktplatz am Werdenbergersee ein guter Ansatz, um die Parkplatzprobleme deutlich zu verbessern, ist Paul Schlegel überzeugt. Das trage auch zur Entlastung der Anwohner bei. Bezüglich der Verkehrsregelung windet er der Feuerwehr Buchs ein Kränzchen.

Einen Verbesserungspunkt ortet Schlegel bei der Anzahl Parkplätze. Da diesmal erneut deutlich mehr Aussteller teilnahmen, müsse künftig für sie in der Nähe des Messegeländes eine zusätzliche Lösung gesucht werden. Zu optimieren gebe es auch nach der Wiga 2015 etwas. Und was jetzt festgestellt worden sei, werde bei der Wiga 2017 umgesetzt, hält er fest. «Wir werden nicht ruhen», sagt Urs Lufi.

«Traumhaftes Messewetter»

Ein eigentlicher Volltreffer sei das Wetter gewesen, freuen sich Urs Lufi und Paul Schlegel. Kaum Niederschläge und bis auf den Schlusstag angenehm kühle Temperaturen bildeten beste Voraussetzungen für einen angenehmen Wiga-Besuch – und trugen ebenfalls zum neuen Besucherrekord bei.