Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WIGA: Die Erde – ein wahrlich wertvolles Gut

Die Sonderschau «Erde» zeigt auf sinnfällige und informative Weise, dass das Element Erde lebenswichtig ist. Wichtig wie Wasser, Luft und Feuer. Erde ist nicht einfach Dreck, sondern die Basis unseres Lebens, der es Sorge zu tragen gilt.
Heidy Beyeler
Sonderschau «Erde»: René Nadig (rechts) im Gespräch mit interessierten Wiga-Besuchern. (Bild: Heidy Beyeler)

Sonderschau «Erde»: René Nadig (rechts) im Gespräch mit interessierten Wiga-Besuchern. (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Wenn wir über den Erdboden schreiten, ist uns oft nicht bewusst, dass unter unseren Füssen ein ganzes Universum aus Lebewesen fleissig seine Arbeit verrichtet, indem es die Erde lockert und dafür sorgt, dass organische Stoffe zersetzt werden. Die Natur hinterlässt keine Abfälle – alles findet eine Wiederverwertung. In einem Kreislauf bieten beispielsweise Blätter, die im Herbst von den Bäumen fallen, die Nahrungsgrundlage für Kleinstlebewesen und Mikroorganismen im Boden; dadurch wird der Nährstoffkreislauf in der Natur geschlossen. Ohne die Bodenlebewesen gäbe es diesen Kreislauf nicht und das Pflanzenwachstum wäre unmöglich.

Neue Ideen für Verwertung organischer Stoffe

Die Menschen machen sich dieses Kreislaufsystem zunutze, indem Abfälle aus organischen Stoffen mithilfe der tüchtigen Kleinstlebewesen und Mikroorganismen zu Humus zersetzt werden. Um so einen gesunden Humus mit einem ausgeglichenen Nährstoffanteil zu erzeugen, werden organische Abfälle professionell zu Kompost verarbeitet, denn Kompost ist nicht gleich Kompost. Dazu gehört eine gute Portion Fachwissen, wie die Sonderausstellung «Erde» in einer anschaulichen Präsentation für Laien erklärt. Mit diesen Kenntnissen kann aktiver Umweltschutz betrieben werden.

Aus Grünabfällen entsteht im Kompostwerk Buchs in fünf bis acht Wochen ein hochwertiger Bodenverbesserer und Dünger. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass in den Grüncontainern ausschliesslich organische Abfälle von Haushalten entsorgt werden. Anorganische Abfälle wie Kleintierkadaver, Katzensand, stark gesalzene Speisereste, Wurstwaren, grosse Knochen, Backwaren etc. haben in den Grüncontainern nichts zu suchen. Dem persönlichen Gespräch mit René Nigg, Verantwortlicher für die Kompostiererei an der Wiga, ist zu entnehmen, dass er grosses Interesse an Neuentwicklungen zur Verwertung organischer Stoffe hat, die zur Erd- oder Klimaverbesserung durch technisch optimale Verarbeitung von Rohstoffen beitragen. «Wir liessen eine Reihe von Studien und Versuchen machen lassen», sagte René Nigg im Gespräch mit dem W&O und machte deutlich, dass in diesem Bereich derzeit viel passiert.

Wertvoll für Landwirtschaft, Hobbygärtner und Umwelt

«Wir haben beispielsweise die Möglichkeit untersucht, Kompost für die Einstreu in Freiluftställen und Liegeboxen für die Mutterkuhhaltung zu verwenden. Wir konnten aufgeschlossene Viehhalter überzeugen, die heute statt Stroh aus dem Ausland zu importieren durch spezielle Technik schön trockenen Kompost von uns verwenden.» Als Vorteil für die Bauern nennt Nigg, dass die Komposteinstreu, die sie nach gewisser Zeit ersetzen, bei ihnen kompostiert wird. Was passiert? Die Lieferungen an die Landwirtschaft (die sie von ihnen als trockenen Kompost wiederbekommen und einstreuen) werden den Betrieben auf die Nährstoffbilanz aufgerechnet. «Mittlerweile haben wir 70 bis 75 Landwirte, die Kompost einsetzen.» Schliesslich müsse die produzierte Komposterde der Natur wieder zurückgegeben werden. René Nigg gab zu verstehen, dass es nicht helfe, Grünabfälle fachlich einwandfrei zu kompostieren, wenn das kostbare Gut keine Verwendung finde. «Die Komposterde kann sowohl von den Landwirten wie auch von Hobbygärtnern kostenlos bei der VfA Buchs oder direkt in der Kompostiererei abgeholt werden.» Eine Dienstleistung an die Bevölkerung, die manche teure Erde aus dem Handel überflüssig macht, und ein Beitrag an die Natur.

Für Nigg ist klar: Man tut gut daran, verschiedene Möglichkeiten und Entwicklungen im Auge zu behalten, um den Kreislauf der Natur aufrechtzuerhalten. Will sagen, den Elementen Wasser, Feuer, Luft und Erde muss Sorge getragen werden, damit die Basis für ein gesundes Weiterbestehen von Fauna und Flora weiterhin gegeben ist und somit auch die Ernährung der Bevölkerung gewährleistet werden kann.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.