Wie wird man privater Beistand?

Die Mehrheit der privaten Beistände war schon vor der Bildung der Kesb im Amt. Leider legten einige von ihnen ihr Amt nieder oder wollten bei der Beendigung ihres Mandates kein neues mehr übernehmen.

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Die Mehrheit der privaten Beistände war schon vor der Bildung der Kesb im Amt. Leider legten einige von ihnen ihr Amt nieder oder wollten bei der Beendigung ihres Mandates kein neues mehr übernehmen. «Es ist uns aber in vielen Fällen gelungen, für die aufhörenden privaten Beistände neue zu finden», sagt Patrik Terzer. Zwar habe man eine beträchtliche Zahl von privaten Beiständen, möchte deren Zahl aber weiter ausbauen.

Häufig werden diese Beistände eingesetzt, wenn eine Person für die Erledigung der finanziellen und administrativen Angelegenheiten Unterstützung oder Vertretung benötigt. Die Beistände verwalten Einkommen und Vermögen sorgfältig und kümmern sich um administrative Angelegenheiten mit Behörden, Ämtern, Versicherungen, Institutionen etc. In den meisten Fällen gehört auch die Sicherstellung des sozialen Wohls der verbeiständeten Person zu den Aufgaben. Die meisten Personen führen nur eine private Beistandschaft aus, einige aber auch mehrere.

Wer eine private Beistandschaft ausübt, muss dafür persönlich und fachlich geeignet sein. Zudem sollte sie laut Patrik Terzer über die notwendige Zeit verfügen. Durchschnittlich sind es etwa drei Stunden pro Monat, fallweise aber auch mehr. Zudem sollte ein Beistand vertraut sein mit den zu erfüllenden Aufgaben und sich auf die langfristige und verbindliche Unterstützung einer Person und den Aufbau einer gewissen Vertrauensbeziehung einlassen wollen.

Wer sich für die Führung einer privaten Beistandschaft interessiert, kann sich melden bei: Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Werdenberg, Karin Niederhauser, Fichtenweg 10, 9470 Buchs, Tel. 058 228 65 01, karin. niederhauser@kesb.sg.ch. (ts)