Wie das Völkerrecht unser Leben beeinflusst

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Buchs Auf Dienstag, 21. November, lädt das Seniorenforum Werdenberg zu einem Vortrag über «Horizont Völkerrecht – wie das Völkerrecht unser Leben verändert» ein. Referent ist Prof. Dr., Dr. h.c. Daniel Thürer, Europarecht Uni Zürich. Der Vortrag findet im NTB Buchs statt und beginnt um 15.15 Uhr.

Das Verhältnis zwischen Volksrechten und Völkerrecht ist in der Schweiz ein Thema, das zu sehr kontroversen Diskussionen Anlass gibt. Schlagwörter wie «Volksrecht vor Völkerrecht» oder «Schweizer Recht statt fremde Richter» kennt man aus den Medien zur Genüge. Sie zeigen oft, dass man das Völkerrecht hier gar nicht richtig kennt. Der Referent wird in seinem Vortrag zeigen, wie das Völkerrecht entstanden ist und wie es sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts verändert hat.

Er wird darauf eingehen, welche Bedeutung das Völkerrecht für die Schweiz hat und wie es zu wichtigen Fragen wie der Neu­tralität oder bilateralen Fragen steht. Mit der Unterschreibung der Menschenrechtskonvention hat sich auch die Schweiz verpflichtet, internationales Recht im Bereich der Grundrechte zu anerkennen.

In einem dritten Teil wird Prof. Thürer darauf zu sprechen kommen, welche Bedeutung das Völkerrecht für den Alltag hat, und dabei auch auf Beispiele wie den Status des Bahnhofes oder der Interstaatlichen Hochschule für Technik NTB eingehen.

Der Referent, Prof. Dr., Dr. h.c. Daniel Thürer, ist in St. Gallen aufgewachsen. Seine Studien in Zürich, Genf und St. Gallen schloss er mit dem lic. iur. ab. Nach Auslandaufenthalten erlangte er an der Uni Zürich den Dr. iur. Nach weiteren Auslandaufenthalten ernannte ihn die Universität Zürich zum Professor für Völkerrecht.

Während einigen Jahren war er auch Richter am Staatsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein. Er war Mitglied der Bergier-Kommission, Präsident der Commission jurique des IKRK, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Zürich und Mitglied zahlreicher schweizerischer und internationaler Organisationen. Die Universität St. Gallen verlieh ihm 2002 den Titel eines Dr. h.c. rer.publ. HSG. (pd)