Widerstand gegen Konzept

Das Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Verkehrsführung an der Bahnhof- und Grünaustrasse im Buchser Zentrum wird von den Gewerbetreibenden schlicht abgelehnt.

Thomas Schwizer
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Auch beim EW Buchs soll die Bushaltestelle laut dem Betriebs- und Gestaltungskonzept auf die Strasse verlegt werden. Im Hintergrund soll bei der Einmündung auf die Churerstrasse ein Kreisel entstehen. (Bild: Thomas Schwizer)

Auch beim EW Buchs soll die Bushaltestelle laut dem Betriebs- und Gestaltungskonzept auf die Strasse verlegt werden. Im Hintergrund soll bei der Einmündung auf die Churerstrasse ein Kreisel entstehen. (Bild: Thomas Schwizer)

BUCHS. «Extrem geschäftsschädigend» – «falscher Zeitpunkt für ein Experiment» – «fixfertiger Blödsinn»: Mitglieder von Wirtschaft Buchs fanden am Montagabend vernichtende Worte für das Konzept, mit dem der Stadtrat Massnahmen zur Entlastung mehrerer Verkehrsknoten im Buchser Zentrum vorschlägt.

Stadtpräsident Daniel Gut sagt auf Anfrage des W&O, das Betriebs- und Gestaltungskonzept sei nun in der Vernehmlassung, und der Stadtrat hoffe auf viele Rückmeldungen und Verbesserungsideen. Beim «Gewerbeverein» ist die Rückmeldung klar. An einer Informations- und Diskussionsveranstaltung fand das Konzept keine Gnade. Die rund 40 anwesenden Mitglieder waren sich nach einer Vorstellung durch Herbert Bokstaller einig, dass man bereits in der jetzigen Phase klar Nein sagen müsse.

«Falschen Weg eingeschlagen»

«Wir sind ganz klar gegen das vorliegende Konzept», betonte Bokstaller, Präsident von Wirtschaft Buchs, gestern nach einer Vorstandssitzung. Damit werde der schon mit dem Richtplan eingeschlagene «falsche Weg» für die Verkehrsführung im Buchser Zentrum weitergeführt. Es gelte, «dem einen Riegel zu schieben». Der Vorstand möchte, dass das vergangene Woche am Wirtschaftsznüni vorgestellte Konzept schlicht «Makulatur» wird. Der Stadtrat soll stattdessen andere Möglichkeiten aufzeigen, so Bokstaller. Insbesondere brauche es zuerst eine Entwicklungsplanung für das Buchser Zentrum, auf der dann das Verkehrskonzept basieren soll.

Autofrei als Befürchtung

Dass die Autos über die Bäckergasse – vor Wochenfrist hat die Stadt noch von der Volksgartenstrasse gesprochen – von der Bahnhof- auf die Grünaustrasse geführt werden sollen, sieht Wirtschaft Buchs als weiteren Schritt in Richtung einer autofreien Bahnhofstrasse. Diese schleichende Entwicklung lehnen die Geschäftsbetreiber rigoros ab, weil sich das unmittelbar negativ auf ihre Umsätze auswirke. Das würden Beispiele an vergleichbaren Orten zeigen. Generell wurde der Handlungsbedarf bestritten. Die im Herbst 2014 geschaffene Begegnungszone habe sich bewährt, weiterer Anpassungsbedarf bestehe nicht.

Auch der geplante Gegenverkehr auf dem obersten Teil der Grünaustrasse – «bei sehr engen Verhältnissen» – wird von Wirtschaft Buchs als Verminderung der Attraktivität und als erster Schritt zum vollständigen Gegenverkehr abgelehnt.

Kritik auch an Lösung für Busse

Die Aufhebung der bestehenden Bushalte-Buchten auf der Churer-/St. Gallerstrasse, ein weiterer Teil des Konzeptes, erntete ebenso harsche Kritik von Wirtschaft Buchs. Wenn die Busse wie vorgesehen auf der Strasse halten müssten, verursache das eine «Rückstau-Handorgel» auf der gesamten Staatsstrasse vom See bis nach Räfis. ? DIE DRITTE

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