Widerstand gegen drohende Abschiebung

SARGANS. Ein 17jähriges Mädchen aus Sargans soll nach Ansicht des Migrationsamts nach Serbien ausgeschafft werden. Dagegen regt sich Widerstand. (Ostschweiz am Sonntag vom 20. März). Als Reallehrer in Sargans ist auch SP-Kantonsrat Joe Walser von diesem Fall betroffen.

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SARGANS. Ein 17jähriges Mädchen aus Sargans soll nach Ansicht des Migrationsamts nach Serbien ausgeschafft werden. Dagegen regt sich Widerstand. (Ostschweiz am Sonntag vom 20. März). Als Reallehrer in Sargans ist auch SP-Kantonsrat Joe Walser von diesem Fall betroffen. Walser unterrichtet sie in der 3. Realklasse. Er hat sich nun mit einer Einfachen Anfrage an die St. Galler Regierung gewandt.

Bei der Scheidung der Eltern 2001 ging das Sorgerecht zum Vater, das Mädchen wuchs bei ihm in Serbien auf. Die Mutter baute sich in der Schweiz ein neues Leben auf. Vor gut zwei Jahren kam es zum Bruch zwischen Vater und Tochter, das Mädchen zog zur Mutter in die Schweiz. Im Herbst 2014 verweigerte das kantonale Migrationsamt diesen Familiennachzug. Begründung laut Walser: Die Nachzugsfrist sei verpasst worden. Den Rekurs der Mutter lehnte das Sicherheits- und Justizdepartement im August 2015 ab. Das Verwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid definitiv.

Das Mädchen sei in der Klasse in Sargans bestens integriert und in Sportvereinen aktiv, schreibt Walser. Die junge Frau habe auch eine Zusage für eine Lehrstelle als Fachangestellte Gesundheit EBA im Kanton Glarus erhalten. Diese verliere aber ihre Gültigkeit ohne Klärung des Aufenthaltsstatus bis Ende April. Walser will deshalb wissen, wie die Regierung die inzwischen veränderte Situation der Schulabgängerin beurteilt und ob eine Neubeurteilung möglich ist. (lom)