Widerstand gegen Ärzteabkommen

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Vaduz Die Liechtensteinische Ärztekammer und der Liechtensteinische Krankenkassenverband (LKV) kritisieren im Vorfeld der Landtagssitzung das Abkommen zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein für den grenzüberschreitenden Zugang zu ambulanten Leistungen im Gesundheitswesen.

Wie das Liechtensteinische Vaterland berichtet, würde damit der liechtensteinische Prämienzahler vermehrt Geld in der Schweiz ausgeben, weil dort alle ambulanten Arztbesuche durch die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) gedeckt würden. Im Land selbst würden ambulante Leistungen aber nur bei Ärzten mit OKP-Zulassung gedeckt. Die Ärztekammer spricht sich deshalb dafür aus, das Abkommen abzulehnen und «nachzuverhandeln, dass gleich lange Spiesse für beide Seiten des Rheins geschaffen werden».

Auch der LKV findet, dass mit dem vorliegenden Abkommen die Leistungserbringer aus Liechtenstein schlechter behandelt werden. (ts)