Wichtiger Beitrag zur Drehscheibe

Bahn und Bus haben – aufeinander abgestimmt – Hochbetrieb, deren Benutzer hetzen über den Bahnhofplatz in Buchs, über den gleichzeitig die Autos fahren. Das soll schon bald vorbei sein: Dank des neuen Bahnhofplatzes mit Bushof.

Thomas Schwizer
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Gefährlich und verzögernd: Der heutige Zustand auf dem Bahnhofplatz in Buchs behindert die Funktion als Bahn- und Busdrehscheibe. (Bild: pd)

Gefährlich und verzögernd: Der heutige Zustand auf dem Bahnhofplatz in Buchs behindert die Funktion als Bahn- und Busdrehscheibe. (Bild: pd)

BUCHS. Es ist erstaunlich, dass auf dem Bahnhofplatz in Buchs kaum gravierende Unfälle mit Verletzten passieren.

Autos, Lastwagen, Motorräder, Velofahrer, Fussgänger, Linienbusse, Ausflugsbusse und vor allem Fussgänger sorgen vor allem in den Stosszeiten «Viertel vor...» und «Viertel nach...» für ein regelrechtes Tohuwabohu. Und dann sind da noch die Autos, die just im gleichen Moment aus einem der zahlreichen Parkplätze herausfahren wollen – und die wartenden Autos, die diesen gleich wieder besetzen wollen, weil sie jemanden von Bahn oder Bus abholen.

Bahnhof als Knotenpunkt

Das soll sich bald ändern. Mit dem Projekt «Neubau Bushof Buchs», über das am 14. Juni in Buchs an der Urne abgestimmt wird, wollen die Verantwortlichen der Bedeutung von Buchs als Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr gerecht werden. Internationale, nationale und regionale Bahnverbindungen haben hier Halte, weitere Bahnausbauten (REX-Halbstundentakt, S-Bahn) sind geplant.

Ebenfalls ein Knotenpunkt ist der Bahnhof Buchs für wichtige regionale und kommunale Busverbindungen. Der neue Bushof soll dieser Bedeutung als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs gerecht werden, wie gestern abend an der Informationsveranstaltung in der Aula Flös betont wurde.

Mit diesem Bauprojekt könnten die wichtigen Umsteigebeziehungen zwischen Bahn und Bus und von einem Bus auf den anderen verbessert werden, und generell könne man damit die Anforderungen an einen modernen Bushof erfüllen: klare Orientierung, kurze Wege und vor allem sichere Wege. Das führte Erwin Selva vom kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr aus. Die Grösse des Bushofs werde durch die Anzahl Busse und den Umsteigevorgang vorgegeben.

Ohne Durchgangsverkehr…

Armin Meier vom Planungsbüro Strittmacher Partner AG begründete, warum mit dem neuen Bushof der Durchgangsverkehr aufgehoben wird. Ein wichtiges Argument dafür ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Ohne Durchgangsverkehr könne der direkte Umsteigeweg gewählt und so die Fahrplanstabilität der Busse und das zeitgerechte Umsteigen zwischen Bahn und Bus bzw. Bus zu Bus verbessert werden.

…und ohne Tiefgarage

Stadtrat August Wehrli führte aus, warum die Variante einer Tiefgarage unter dem Bahnhofplatz verworfen wurde. Die Erstellung einer solchen Tiefgarage sei teuer und deshalb nicht wirtschaftlich. Im Vergleich damit käme ein oberirdisches Parkhaus Rondelle deutlich günstiger zu stehen. Zudem würden die Parkplätze der Rondelle für das Einkaufszentrum Buchs günstiger liegen.

Mit der Variante Parkhaus Bahnhofplatz alleine würden zu wenig Parkplätze realisiert, eine gleichzeitige Realisierung von zwei Parkhäusern wäre wirtschaftlich nicht tragbar und würde zu einem Parkplatz-Überangebot führen, stellte August Wehrli fest.

Mit der Bushof-Realisierung gebe es einen heute fehlenden, zentralen Warteraum, jede Buslinie erhalte einen fixen Abfahrtsplatz, es werde zentral eine Übersichtsplattform geschaffen und die Wendeschlaufen würden wegfallen. So wies Hans-Ruedi Kuhn von der Bus Ostschweiz AG auf wesentliche und dringend notwendige Verbesserungen hin.

Stadtpräsident Daniel Gut zeigte auf, dass bei einem Volks-Ja am 14. Juni zur Vorlage noch vor den Sommerferien die Planungs- und Vergabephase starte.

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